Spinat ist weltweit seit mehr als 2000 Jahren bekannt... Dieses mit Chlorophyll gefüllte grüne Gemüse erfreute sich nicht allzu großer Beliebtheit bis vor kurzem, insbesondere unter den Jüngsten... Die letzten Jahre zeigten einen Anstieg seiner Beliebtheit auf polnischen Tischen... Hat es irgendwelche Attribute und welche Gerichte lohnen sich damit zuzubereiten?
Nährstoffprofil und gesundheitliche Vorteile von Spinat: Wissenschaftliche Analyse und praktische Anwendungsmöglichkeiten
Spinat, der im 19. Jahrhundert in Europa den Beinamen "König der Gemüse" erhielt, wird seit langem für seine außergewöhnlichen gesundheitsfördernden Eigenschaften geschätzt. Historisch wurde sein Verzehr bei Anämie, Verdauungsstörungen, kardiovaskulären Dysfunktionen, Nierenleiden und allgemeiner körperlicher Schwäche empfohlen. In 100 Gramm dieses grünen Blattgemüses sind enthalten: lediglich 16 Kilokalorien, 2,6 Gramm hochwertiges pflanzliches Eiweiß, 3,0 Gramm Kohlenhydrate (davon 2,6 Gramm Ballaststoffe), 4243 Mikrogramm Provitamin A in Form von Beta-Carotin, 67,8 Milligramm Ascorbinsäure (Vitamin C), 0,106 Milligramm Thiamin (Vitamin B1), 0,192 Milligramm Riboflavin (Vitamin B2), 235 Milligramm Kalium, 93 Milligramm Kalzium, 29 Milligramm Phosphor, 53 Milligramm Magnesium sowie 2,8 Milligramm Eisen – zusätzlich zu bedeutenden Mengen an Chlorophyll. Allerdings ist zu beachten, dass die in Spinat enthaltene Oxalsäure die Bioverfügbarkeit von Kalzium verringert, indem sie unlösliche Komplexe bildet. Interessanterweise galt Spinat jahrzehntelang fälschlicherweise als eine der eisenreichsten Nahrungsquellen – ein Fehler in der Dezimaldarstellung (30 mg statt 3 mg pro 100 g) war hierfür verantwortlich. Dieses Gemüse kann sicher in die Ernährung aller Altersgruppen integriert werden, mit Ausnahme von Personen mit Nierensteinleiden. Sein regelmäßiger Konsum unterstützt die Bekämpfung von Blutarmut, zeigt antikanzerogene Potenziale, stärkt das Immunsystem, entlastet das Herz, schützt vor Arteriosklerose, reguliert den Blutdruck, reduziert die Anfälligkeit für oxidativen Stress, beugt bei Kindern Rachitis vor und eignet sich aufgrund seines niedrigen Kaloriengehalts hervorragend für Reduktionsdiäten. Kontraindiziert ist der Verzehr bei Oxalat-Nierensteinen, da die in Spinat enthaltene Oxalsäure die Bildung von Kalziumoxalat – dem Hauptbestandteil von Nierensteinen – begünstigt.
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