Ruhe spielt eine entscheidende Rolle bei der Erholung von körperlich aktiven Menschen. Maßvolles körperliches Training führt zu einer Verbesserung der Schlafqualität, während ein Übermaß an Training zu Schlafstörungen führen kann. Ein Mangel an ausreichendem Schlaf kann erhebliche Auswirkungen auf sportliche Leistungen haben, insbesondere während Ausdauertrainings. Schlafstörungen können sich auf das Gedächtnis, kognitive Funktionen, das Schmerzempfinden und das Immunsystem auswirken und zu Entzündungen führen.
Physiologische Bedingungen des Schlafes
Schlaf ist ein Zustand der Aktivität, der periodisch und spontan auftritt und bei dem die Wahrnehmung von äußeren Signalen unterbrochen wird und keine aktiven Tätigkeiten ausgeführt werden. Es ist ein Verhalten, bei dem man sich von der Umgebung abschottet. Es ist eine natürliche Notwendigkeit des Menschen und nimmt etwa 1/3 seines Lebens ein. Derzeit beträgt die Standardmenge an Schlaf pro Woche nur 6-6,5 Stunden pro Tag. Die Begrenzung von Schlaf auf 6 Stunden über 4 Tage beeinflusst die kognitiven Funktionen, die Leistung, die Stimmung, den Glukosemetabolismus, die Regulierung des Appetits und die Immunfunktionen. Es wird empfohlen, dass Erwachsene 7–9 Stunden pro Tag und Jugendliche 8,5–9,5 Stunden pro Tag schlafen sollten. Aus der Perspektive der Schlaffisiologie können wir den Schlaf in zwei Phasen unterteilen: REM und NREM. Die REM-Phase ist mit dem Auftreten von Träumen verbunden, während die NREM-Phase der Tiefschlaf ist, in dem der Körper sich ausruht. Standardmäßiger Nachtschlaf besteht aus zyklischen Veränderungen der NREM- und REM-Phasen, die sich 4–5 Mal pro Nacht alle 90 Minuten wiederholen. Nach jedem Zyklus wird der Schlaf normalerweise leichter und es kommt zu kurzfristigen Wachphasen. In den folgenden Zyklen verkürzt sich die NREM-Phase, während sich die REM-Phase verlängert. Der Schlaf der ersten drei Zyklen deckt mehr als 90% des Bedarfs an Tiefschlaf ab. Es ist wichtig zu erwähnen, dass die zyklischen Phasenwechsel des Schlafs von der wechselseitigen Wirkung von serotonergen und noradrenergen Neuronen, die als REM-off (nicht aktiv in der REM-Phase) bezeichnet werden, sowie von cholinergischen REM-on-Neuronen (aktiv in der REM-Phase) abhängen. Neben den oben genannten Neurotransmittern können wir auch einige andere mit dem Schlafzyklus in Verbindung stehende Substanzen identifizieren, wie z.B. 5-HT, Gamma-Aminobuttersäure (GABA), Orexin, Melatonin, Galanin, Noradrenalin und Histamin. Einige Ernährungsinterventionen können das Funktionieren der erwähnten Neurotransmitter beeinflussen und somit auch die Schlafqualität.
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