Die Planung einer Diät mit einem niedrigen glykämischen Index und einer niedrigen glykämischen Last ist ein entscheidender Faktor bei der Prävention von Diabetes, Insulinresistenz, Übergewicht, Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen. Eine Diät, die auf Lebensmitteln mit einem niedrigen glykämischen Index und einem hohen Ballaststoffgehalt basiert, ist besonders wichtig für Menschen mit Störungen in der Verwertung von Kohlenhydraten oder mit einer Veranlagung zu solchen Störungen. Das langsamere Verdauen von Kohlenhydraten führt zu einem langsameren Anstieg des Blutzuckerspiegels und einer geringeren Insulinausschüttung durch die Bauchspeicheldrüse als Reaktion auf eine Mahlzeit. Je weniger Schwankungen des Blutzuckers und des Insulins, desto besser lässt sich der Appetit kontrollieren und das Energieniveau aufrechterhalten. Dies ist auch eine effektive Methode, um Müdigkeit nach dem Essen zu vermeiden.
Glykämischer Index - was bedeutet das?
Der Glykämische Index (GI) ist ein Maß, das die Geschwindigkeit angibt, mit der der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr von 50 Gramm leicht verdaulichen Kohlenhydraten (Glukose) in Produkten im Vergleich zum Anstieg des Blutzuckerspiegels nach dem Verzehr der gleichen Menge an Kohlenhydraten in Form von reinem Glukose ansteigt. Es ist eine Methode zur Messung der Geschwindigkeit, mit der die Kohlenhydrate in dem Produkt in Glukose umgewandelt werden, die im Körper zirkuliert. Es wird angenommen, dass der Verzehr von 50 Gramm Glukose, die in kohlenhydrathaltigen Produkten (Glukose) enthalten ist, zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels um 100% führt, was bedeutet, dass die Glukose einen GI von 100 hat. Je höher der GI eines Produkts ist, desto schneller wird es verdaut und erhöht den Blutzuckerspiegel, was zu einem hohen Insulinspiegel führt, der von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet wird. Infolgedessen sinkt der Glukosespiegel oft auf Werte unter dem Ausgangswert, was zu einem Zustand der reaktiven Hypoglykämie führt. Reaktive Hypoglykämie ist ein Zustand, bei dem der Blutzuckerspiegel innerhalb von 4 Stunden nach dem Essen auf unter 55 mg/dl fällt. Es kann sich durch Schwäche, Müdigkeit, Verwirrung, Krämpfe, Schwindel und Ohnmacht manifestieren. Um das Auftreten eines solchen Zustands zu vermeiden, sollte die Ernährung auf Produkten mit niedrigem und mittlerem GI basieren. Produkte mit niedrigem GI werden aufgrund der langsamen Verdauung viel langsamer absorbiert, was extreme Schwankungen des Blutzucker- und Insulinspiegels vermeidet. Auf der Grundlage der Geschwindigkeit des postprandialen Anstiegs des Blutzuckerspiegels werden Lebensmittel in drei Gruppen eingeteilt: Produkte mit niedrigem GI ≤55, Produkte mit mittlerem GI 56-69 und Produkte mit hohem GI ≥70. Es wird empfohlen, hauptsächlich Produkte mit niedrigem und mittlerem GI auszuwählen. Produkte mit hohem GI können gelegentlich in der Ernährung in geringen Mengen enthalten sein und sollten am besten mit Produkten mit niedrigem GI kombiniert werden.
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