Fortschritte in der Medizin haben einen bedeutenden Einfluss auf die Verlängerung des menschlichen Lebens. Entdeckungen in den Bereichen Physik, Biologie und Chemie haben dazu beigetragen, die Struktur und das Funktionieren des Körpers besser zu verstehen und wirksamer gegen viele Krankheiten vorzugehen. Vor 150 Jahren betrug die durchschnittliche Lebensdauer gerade einmal 30 Jahre, während sie heute etwa 75 Jahre beträgt. Die Entwicklung der Diätetik in Richtung Prävention und Unterstützung der Behandlung von Krankheiten ist von Bedeutung, so dass es sich lohnt, von diesen Entdeckungen zu profitieren, um das Leben zu verlängern und seine Qualität zu verbessern.
Die häufigsten gesundheitlichen und ernährungsbedingten Probleme bei älteren Menschen
Das Älterwerden ist ein natürlicher Lebensabschnitt. Die WHO unterscheidet drei Phasen: Frühes Alter (60-74 Jahre), Spätes Alter (75-89 Jahre) und Langlebigkeit (über 90 Jahre) (B. Łacheta 2014). Einer der Hauptfaktoren, die die Lebensqualität älterer Menschen bestimmen, ist der Gesundheitszustand, d.h. das körperliche, psychische und soziale Wohlbefinden, das von Faktoren wie Ernährung und körperlicher Aktivität beeinflusst wird. Bei älteren Menschen treten häufig Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Bewegungsapparates (Gelenke und Wirbelsäule), der Leber und der Lunge sowie Diabetes, Magengeschwüre und Krebs auf. Im Alter beginnen ältere Menschen auch, Probleme mit dem Nervensystem zu erleben, die sich als leichte kognitive Störungen oder Demenzerkrankungen manifestieren können. Die meisten dieser Erkrankungen sind chronische Erkrankungen, die von der Ernährung abhängig sind (B. Piórecka 2013). Auch Zahnprobleme, Mundtrockenheit, Kau- und Schluckbeschwerden beeinflussen die Ernährung älterer Menschen (S. Larrieu et al. 2004). Eine verminderte Darmtätigkeit kann zu Verstopfung führen, unter der viele ältere Menschen leiden. Medikamente, die von älteren Menschen eingenommen werden, können auch den Appetit und das Geschmacksempfinden beeinflussen, und einige von ihnen können mit Lebensmitteln interagieren, was ihre Aufnahme stört. Die typische Ernährung älterer Menschen enthält zu viel Fett, Natrium und Phosphor. In der täglichen Ernährung älterer Menschen finden sich oft fettreiche Fleischsorten, Wurstwaren und Süßigkeiten (J. Kałuża, M. Jeruszka, A. Brzozowska 2001). Es gibt jedoch zu wenige Milchprodukte, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte. Ältere Menschen nehmen auch nicht genug Gemüse und Obst zu sich, was die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen erschwert. Es ist wichtig zu beachten, dass die in Gemüse und Obst enthaltenen Substanzen, wie z.B. Karotenoide, Polyphenole und Phytoöstrogene, den Alterungsprozess verlangsamen und das Risiko bestimmter Krebsarten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder anderer chronischer Krankheiten verringern können (J. Zalega, D. Szostak-Węgierek 2013). Bei älteren Menschen besteht auch ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche, das mit Vitamin-D- und Kalziummangel zusammenhängen kann (A. Szustecka 2020). Eine unzureichende Zufuhr von Vitamin C (z.B. aus Gemüse und Obst) kann das Immunsystem schwächen und die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen. Ein Mangel an Magnesium kann zur Entstehung von Bluthochdruck, Müdigkeit oder Krämpfen beitragen. Eine angemessene Ernährung älterer Menschen kann deren Lebensqualität verbessern, das Auftreten von Krankheiten verhindern und die Behandlung bereits bestehender Erkrankungen unterstützen.
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