Weltweit ist ein Anstieg der Häufigkeit von Nierensteinen zu beobachten, was sie als sogenannte Zivilisationskrankheit einordnet. Normalerweise erfährt ein kranker Mensch von Nierensteinen, wenn sich Ablagerungen (Steine) aus im Harn enthaltenen Substanzen im Harntrakt ansammeln und einen sehr schmerzhaften Nierenkolikanfall verursachen. In der Krankheit spielt eine Ernährungsintervention eine entscheidende Rolle, die effektiv Nierenstein-Rezidiven vorbeugen und das Risiko einer Belastung durch invasive chirurgische Eingriffe verringern kann. Wie kann man die Ernährung anpassen? Die Wahl des richtigen Ernährungsmodells hängt von der Art der Steine und Kristalle im Harn ab.
Nierensteine – alles, was Sie wissen müssen
Nierensteine sind eine chronische Systemerkrankung, die durch die Anwesenheit unlöslicher Ablagerungen im Harnwegsystem in Form von Steinen oder Salzkristallen gekennzeichnet ist. Diese entstehen durch die Ausfällung chemischer Substanzen im Urin (wenn die Konzentration der Verbindungen einen bestimmten Löslichkeitsgrad im Körper überschreitet). Steine können in jedem Abschnitt des Harnwegsystems entstehen, einzeln oder vielfältig sein und sich auf einer oder beiden Seiten in den Nieren (hauptsächlich in den Nierenbecken), Harnleitern und der Blase ansammeln. Sie bestehen üblicherweise aus Kalzium (71%), Kalium (26%) und Phosphor (7%). Nierensteine betreffen 1-2% der Bevölkerung, am häufigsten zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Unter den Patienten gibt es doppelt so viele Männer wie Frauen, was auf häufigeres Übergewicht und schlechtere Ernährungsgewohnheiten bei Männern zurückzuführen sein kann.
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