Allergien gelten als Pandemie des 21. Jahrhunderts, insbesondere in hoch entwickelten Ländern, in denen die Umweltverschmutzung groß ist. Darüber hinaus hat die Verbesserung der hygienischen Lebensbedingungen zu einer verringerten mikrobiologischen Stimulation beigetragen. Weniger Kontakt mit Parasiten, Pilzen und Bakterien führt dazu, dass das Immunsystem nicht ausreichend stimuliert wird, was zu einer fehlerhaften Reaktion führt. Potenziell harmlose Faktoren wie Nahrungsmittel und Inhalationsallergene werden als Bedrohungen angesehen.
Die am häufigsten bei Kindern auftretenden Nahrungsmittelallergene
Nahrungsmittelallergien betreffen normalerweise Kinder bis zum Alter von 2-3 Jahren, da sich ihr Immunsystem ständig weiterentwickelt und sich auf ihre Ernährung auswirkt. Nahrungsmittelbestandteile, die mit der Ernährung geliefert werden, ermöglichen es, den Verdauungstrakt mit nützlichen Mikroorganismen zu besiedeln (F. van Wijk, L. Knippels 2007). Nahrungsmittelallergien betreffen etwa 6-8% der kleinen Kinder, von denen 4,5% der Kinder bis zum 1. Lebensjahr betroffen sind. Besonders häufig tritt sie bei Kindern auf, die mit modifizierter Milch (2,7%) gefüttert werden, im Vergleich zu denen, die auf natürliche Weise gefüttert werden (1,8%) (M. Kaczmarski, J. Semeniuk, A. Krasnow 2000). Die am häufigsten auftretenden Nahrungsmittelallergene bei Kindern sind Kuhmilch, Hühnereier, Soja, Weizen, Erdnüsse, andere Nüsse, Fisch und Schalentiere, die als die große Acht der Allergene bekannt sind (S. H. Sicherer, H. A. Sampson 2006, I. C. Hospers, K. de Vries-Vrolijk, P. L. P. Brand 2006).
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