Hinter diesem vergleichsweise komplizierten Namen verbirgt sich eine Krankheit, die bei Frauen chronische körperliche Symptome hervorruft, die sehr schmerzhaft sein können. Leider beeinflusst diese chronische Erkrankung oft auch den psychischen Zustand der Patientin, was die Diagnose und Therapie zusätzlich erschwert.
Das polyzystische Ovarialsyndrom: Definition, Häufigkeit und medizinische Relevanz einer hormonellen Störung
Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS, von engl. *polycystic ovary syndrome*) zählt zu den häufigsten endokrinologischen Erkrankungen, die Frauen im reproduktiven Alter betreffen. Häufig wird es als eine "Zivilisationskrankheit des 21. Jahrhunderts" bezeichnet, was auf die steigende Prävalenz sowie die komplexe Pathogenese zurückzuführen ist. Epidemiologische Studien zeigen, dass zwischen 4 und 15 % der Frauen im gebärfähigen Alter von PCOS betroffen sind, wobei diese große Spannweite auf die unterschiedlichen diagnostischen Kriterien zurückzuführen ist, die in europäischen und nordamerikanischen Ländern angewendet werden. Die Diagnosestellung basiert auf Leitlinien verschiedener medizinischer Fachgesellschaften, was die Standardisierung des Diagnoseprozesses zusätzlich erschwert.
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