Fruchtbarkeitsprobleme werden zu einer immer häufigeren Herausforderung, von der sowohl Frauen als auch Männer betroffen sind. Es wird geschätzt, dass es etwa 10-16% der Menschen im gebärfähigen Alter betrifft. Aufgrund dieser Verbreitung wurde Unfruchtbarkeit von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Zivilisationskrankheit eingestuft. Änderungen der Ernährungsgewohnheiten können das Unfruchtbarkeitsproblem um bis zu 80% verringern.
Unfruchtbarkeit: medizinische Definition und Hintergrund der Störung
Unter Unfruchtbarkeit versteht man den Zustand, bei dem trotz regelmäßigen, ungeschützten Geschlechtsverkehrs über einen Zeitraum von zwölf aufeinanderfolgenden Monaten keine Empfängnis eintritt. Epidemiologische Erhebungen zeigen, dass diese Störung dauerhaft oder zeitweilig etwa jedes sechste Paar weltweit betrifft, was sie zu einem der häufigsten reproduktionsmedizinischen Probleme macht. In Polen leiden Schätzungen zufolge nahe einer Million Ehepaare oder Partnerschaften unter Unfruchtbarkeit. Von besonderer Bedeutung ist dabei, dass – wie eine Studie unter der Leitung von Prof. K. Łukaszuk (veröffentlicht 2018) aufzeigt – ein erheblicher Anteil der Betroffenen keine diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen in Anspruch nimmt, obwohl spezialisierte Fachärzte für Gynäkologie, Andrologie oder reproduktive Endokrinologie entsprechende Untersuchungen und Behandlungen anbieten könnten. Dies kann zu einer Verzögerung der Einleitung einer angemessenen Therapie führen.
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