Sport und körperliche Aktivität bringen eine Vielzahl von gesundheitlichen Vorteilen mit sich. Regelmäßige körperliche Aktivität unterstützt die Aufrechterhaltung der Herz-Lungen-Leistungsfähigkeit, stärkt Muskeln und Knochen, optimiert den Hormonhaushalt, reduziert Stress und unterstützt das Aufrechterhalten eines gesunden Körpergewichts. Allerdings trifft das Sprichwort, dass Sport gesund ist, nicht immer zu. Ein Beispiel hierfür ist das Störungsbild der Triade der Sportlerinnen.
Die Athletinnen-Triade: Definition, Symptomkomplex und Risikogruppen bei körperlich aktiven Frauen
Die sogenannte *Athleten-Triade* (engl. *Female Athlete Triad*) beschreibt ein komplexes medizinisches Störungsbild, das physisch aktive Frauen betrifft – unabhängig davon, ob sie im Profi- oder Freizeitbereich trainieren. Ursprünglich wurde dieses Phänomen vor allem mit Sportlerinnen assoziiert, deren Disziplinen eine schlanke Statur und ein geringes Körpergewicht erfordern, wie etwa ästhetisch ausgerichtete Sportarten (z. B. Bodybuilding, Fitnesswettkämpfe), künstlerische Disziplinen (Ballett, künstlerische Gymnastik, Eiskunstlauf) oder Ausdauersportarten (Langstreckenlauf, Triathlon). Mittlerweile zeigt sich jedoch, dass die Triade keineswegs auf den Spitzensport beschränkt ist, sondern zunehmend auch bei hobbymäßig trainierenden Frauen auftritt, insbesondere wenn die Trainingsintensität die Regenerationsfähigkeit des Körpers übersteigt und zu einem chronischen Energiedefizit führt. Die Triade äußert sich durch das gleichzeitige Vorliegen dreier zentraler Störungen: **eines relativen Energiedefizits** (bedingt durch ein Ungleichgewicht zwischen Kalorienzufuhr und -verbrauch), **menstrueller Dysfunktionen** (unregelmäßige oder ausbleibende Monatsblutungen) sowie einer **verminderten Knochendichte**, was langfristig das Risiko für Osteoporose und Frakturen deutlich erhöht.
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