Eine Fülle von unbegründeten Mythen rankt sich um dieses Essen... Wir haben Schwierigkeiten, dieses Rätsel zu lösen, wenn wir von der einen Seite hören, dass wir es nicht nach 18:00 Uhr essen sollten, und von der anderen Seite, dass wir das später tun können... Es kommt auch vor, dass Informationen auftauchen, dass es überhaupt nicht in unserer täglichen Ernährung enthalten sein sollte... Welche dieser Informationen sind wahr?
Das Auslassen des Abendessens: physiologische und stoffwechselbedingte Konsequenzen einer täglichen Ernährungsgewohnheit
Das Abendessen zählt neben dem Frühstück und dem Mittagessen zu den drei Hauptmahlzeiten einer ausgewogenen Ernährungsplanung. Gemäß ernährungsphysiologischen Empfehlungen sollte es etwa ein Viertel des täglichen Energiebedarfs decken, wobei die tatsächliche Bedeutung und der ideale Zeitpunkt stark vom individuellen Tagesrhythmus abhängen. Der Verzicht auf das Abendessen zieht jedoch mehrere metabolische Nachteile nach sich: Einerseits führt das Auslassen dieser Mahlzeit zu einem Mangel an essenziellen Nährstoffen, Makronährstoffen und Vitaminen, was den Körper veranlasst, vermehrt Fettgewebe als Energiereserve anzulegen. Andererseits begünstigt es Heißhungerattacken auf stark verarbeitete Snacks – insbesondere zuckerhaltige Lebensmittel oder *Fast Food* – wie Studien zu den Essgewohnheiten junger Erwachsener zeigen. Dies wiederum kann nicht nur den täglichen Kalorienbedarf überschreiten, sondern auch den Blutzuckerspiegel destabilisieren und damit die Schlafqualität sowie -dauer beeinträchtigen. Zudem unterbricht eine verlängerte Fastenphase zwischen der letzten Mahlzeit und dem Frühstück (oftmals 12 Stunden oder mehr) die nächtlichen Regenerationsprozesse, einschließlich Proteinsynthese und Gewebereparatur, da dem Körper die notwendige Energie fehlt. Die weitverbreitete Annahme, das Abendessen müsse spätestens um 18:00 Uhr eingenommen werden, ist wissenschaftlich nicht haltbar; vielmehr sollte der Zeitpunkt flexibel an den persönlichen Tagesablauf angepasst werden, wobei ein Abstand von zwei bis drei Stunden zwischen Mahlzeit und Schlafenszeit einzuhalten ist, um eine optimale Verdauung zu gewährleisten und nächtliches Naschen zu vermeiden.
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