Zimt ist ein Gewürz, das nicht nur durch seinen beeindruckenden Duft, sondern auch durch seine therapeutischen Eigenschaften auffällt, die seit Jahren von Menschen auf der ganzen Welt genutzt werden. Das Gewürz wird aus der Rinde des Zimtbaums gewonnen, der zur Familie der Lorbeergewächse gehört. Zu den bekanntesten Sorten der Pflanze gehören Ceylon-Zimt, chinesischer Zimt und Kampfer-Zimt. Alle Sorten von Zimt werden im Osten Asiens angebaut.
Die heilenden Eigenschaften von Zimt
Zimt, seit jeher als natürliches Heilmittel bekannt, wurde zur Beschleunigung von Heilungsprozessen eingesetzt. Die alten Römer nutzten ihn zur Linderung von hartnäckigem Husten und anderen Erkältungssymptomen. In der traditionellen chinesischen Medizin wurde das Gewürz bei Erkältungen, Nierenstörungen sowie Entzündungen der Muskeln und Menstruationsschmerzen empfohlen. Man glaubte, dass Zimt wärmend wirkt und die Verdauung fördert. Bis heute ist er ein Bestandteil des beliebten indischen Chai-Tees, der die Verdauung unterstützt. Heute wird Zimt als unterstützendes Mittel bei Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit, Durchfall, Blähungen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Sodbrennen und Magengeschwüren eingesetzt. Er verbessert die Aufnahme von Nährstoffen durch die Steigerung der Produktion von Verdauungssäften. Allerdings sollte man beachten, dass Zimt die Gallenproduktion erhöht, weshalb er nicht für Menschen mit Gallensteinen, Leberentzündungen oder Gallenblasenfunktionsstörungen empfohlen wird. Zimtöl, gewonnen aus der Rinde des Zimtbaums, enthält 60–80% Zimtaldehyd, das antibakteriell gegen zahlreiche Erreger wie Escherichia coli, Streptococcus aureus und Candida albicans wirkt. Aufgrund dieser Eigenschaften wird es zur Behandlung von Atemwegsinfektionen, Parasitenbefall sowie als Bestandteil von Hautpflegeprodukten verwendet. Studien bestätigen auch seinen positiven Einfluss auf die Regulierung des Blutzuckerspiegels bei Diabetes Typ II, die Verbesserung des HbA1c-Werts und die Reduzierung des Risikos von Komplikationen. Darüber hinaus kann Zimt das Wachstum bestimmter Krebsarten wie Brustkrebs, Darmkrebs oder Melanome hemmen. Allerdings sollte er nicht von schwangeren Frauen sowie Personen mit Neigung zu Blutungen eingenommen werden.
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