Noch vor kurzem war das Thema Fettsäuren selten angesprochen, und das Wort omega erinnerte nur an die Mathematik in der Oberstufe. Heute hören wir von Omega-3-Fettsäuren aus jeder Ecke, obwohl wir nicht immer genau verstehen, worum es dabei geht, ist ihr Name uns nicht mehr fremd.
Was ist der eigentliche Ursprung der Bezeichnung "Omega-3-Fettsäuren" und welche chemische Bedeutung steckt dahinter?
Omega-3-Fettsäuren bilden eine Untergruppe der mehrfach ungesättigten Fettsäuren, deren kennzeichnendes Merkmal die Position der ersten Doppelbindung zwischen den Kohlenstoffatomen am dritten Atom – gezählt vom Ende der Kohlenwasserstoffkette – ist, woraus sich ihre systematische Bezeichnung ableitet. Aufgrund der Komplexität der vollständigen chemischen Nomenklatur (z. B. *(9Z,12Z,15Z)-Octatriensäure* für ALA) werden in der Praxis meist Abkürzungen oder umgangssprachliche Bezeichnungen verwendet. Zu den wichtigsten Vertretern zählen: **Alpha-Linolensäure (ALA)**, die als Vorläufer für die körpereigene Synthese von **Eicosapentaensäure (EPA)** und **Docosahexaensäure (DHA)** dient. Obwohl EPA und DHA das breiteste biologische Wirkungsspektrum aufweisen, bleibt die Rolle von ALA von zentraler Bedeutung, da sie den primären Ausgangsstoff für deren endogene Bildung im menschlichen Stoffwechsel darstellt.
Sie haben begonnen, einen PRO-Artikel zu lesen
Sie können das erste Kapitel lesen. Um den gesamten Artikel zu lesen und alle Inhalte freizuschalten, wechseln Sie zum PRO-Konto.