Kurkumin, eine pflanzliche Substanz, wird aus der Kürze eines langen Osters gewonnen, der auch als Kurkuma oder indischer Safran bekannt ist. Ihre breite Anwendung beruht auf der breiten biologischen Aktivität und den färbenden sowie geruchlichen Eigenschaften. In vielen Ländern werden Kurkumen-Kürze als Gewürz verwendet, um Lebensmittel mit einer charakteristischen orange-gelben Farbe zu produzieren. Kurkuma ist auch einer der beliebten Bestandteile des Curry-Gewürzes. Lohnt es sich, Kurkumin in die tägliche Ernährung aufzunehmen, um von ihren potenziellen gesundheitlichen Vorteilen zu profitieren?
Langer Kurkuma (Curcuma longa) und sein Wirkstoff Kurkumin: eine wissenschaftliche Übersicht zu Eigenschaften und Forschungsstand
Das Rhizom des Langen Kurkuma (*Curcuma longa*) ist eine wertvolle Nährstoffquelle und liefert pro 100 Gramm etwa 390 Kilokalorien, wobei der Hauptanteil (ca. 70%) aus Kohlenhydraten – vornehmlich Stärke – besteht. Zudem enthält es 6% Protein, 5% Fett sowie essentielle Mineralstoffe wie Kalzium, Eisen, Natrium und Kalium. Des Weiteren sind in dieser Menge 50 Milligramm Ascorbinsäure (Vitamin C), 0,09 Milligramm Thiamin (Vitamin B₁), 0,19 Milligramm Riboflavin (Vitamin B₂) und 4,8 Milligramm Niacin (Vitamin B₃) enthalten, wie Jabczyk et al. (2021) berichten. Die biologisch aktivsten Verbindungen in Kurkuma sind Polyphenole aus der Gruppe der Kurkuminoide, zu denen Kurkumin, Bisdemethoxykurkumin, Cyclokurkumin und Demethoxykurkumin zählen. Die größten Anbauländer sind China und Indien, wo die Pflanze seit Jahrhunderten eine zentrale Rolle in der traditionellen Medizin spielt. Kurkumin, der primäre Wirkstoff, wurde erstmals 1815 isoliert, während seine räumliche Struktur erst 1910 von polnischen Chemikern aufgeklärt wurde. Allerdings beträgt sein Gehalt im Rohmaterial lediglich 0,3–5,4%, und die Bioverfügbarkeit ist aufgrund schlechter intestinaler Absorption und raschem hepatischem Abbau extrem gering, was oft zu Plasmaspiegeln unter 1 Mikromol führt. Für therapeutische Zwecke werden daher Supplemente mit bis zu 2000% höherer Bioverfügbarkeit eingesetzt, häufig angereichert mit Piperin, Metallionenkomplexen (Zn²⁺, Cu²⁺, Mg²⁺) oder Albuminen. In Ländern mit hohem Verzehr, wie Indien, kann die tägliche Aufnahme von Kurkuma 2,0–2,5 Gramm betragen (entspricht ca. 100 mg Kurkumin). Die 2004 festgelegte akzeptable tägliche Aufnahmemenge (ADI) liegt bei 0–3 mg/kg Körpergewicht (maximal 250–320 mg). Kurzfristige Studien zeigten, dass eine Dosis von 8000 mg Kurkumin pro Tag keine Nebenwirkungen verursachte, während bei 12 000 mg unerwünschte Effekte wie Durchfall, Hautausschlag, Kopfschmerzen und gelbliche Stuhlverfärbung auftraten. Langzeitstudien zur Bewertung der Auswirkungen hoher Supplementierungsdosen auf die Gesundheit sind jedoch dringend erforderlich (Terlikowska et al., 2014).
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