Karagen, das aus roten Meeresalgen gewonnen wird, wird häufig in der Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie als Verdickungsmittel und Geliermittel verwendet, das mit dem Code E407 gekennzeichnet ist. Trotz seiner weiten Verbreitung ist seine Sicherheit umstritten. Einige Studien deuten auf mögliche gesundheitliche Risiken hin, insbesondere bei langfristigem Verzehr von hohen Mengen dieser Substanz. Diese Frage ruft jedoch unterschiedliche Meinungen unter Wissenschaftlern und Gesundheitsorganisationen hervor. Sollten wir also tatsächlich die Konsequenzen fürchten?
Umfassende Analyse von Carrageen: Zusammensetzung, Herkunft und physikochemische Eigenschaften
Carrageen präsentiert sich als ein natürlich vorkommendes Polysaccharid, das primär aus roten Meeresalgen extrahiert wird, darunter Arten wie *Chondrus crispus* (auch bekannt als Irisch Moos), *Gigartina skottsbergii* sowie *Eucheuma denticulatum* und *Eucheuma spinosum*. Aus biochemischer Sicht handelt es sich um eine Gruppe komplexer Kohlenhydrate – genauer gesagt sulfatierte Galaktane –, deren Grundgerüst aus sich wiederholenden Einheiten von D-Galaktose und 3,6-Anhydro-D-Galaktose besteht, die durch β-1,3- und α-1,4-glykosidische Bindungen verknüpft sind. Seine funktionalen Eigenschaften hängen maßgeblich vom Sulfatierungsgrad, dem Molekulargewicht sowie den umgebenden Bedingungen ab (beispielsweise Temperatur, pH-Wert oder Anwesenheit metallischer Ionen), was ihm ermöglicht, sowohl thermoreversible Gele mit variabler Textur als auch viskose kolloidale Lösungen zu bilden. Diese vielseitigen Charakteristika machen es zu einem unverzichtbaren Zusatzstoff in der Lebensmittelindustrie, wo es als Geliermittel, Stabilisator und Emulgator Einsatz findet (Quelle: JECFA-Monographie, 2014, überarbeitet 2021).
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