Forscher sind sich einig, dass der Darm unser zweites Gehirn ist. Dieses Organ, das die meisten Menschen nur mit der Verarbeitung und Absorption von Nahrung verbinden, ist in Wirklichkeit eine komplexe Struktur, deren Funktion und Auswirkungen auf unsere Gesundheit derzeit Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Forschung sind. Heute konzentrieren wir uns auf die Diskussion von Substanzen, die einen wesentlichen Einfluss auf die ordnungsgemäße Funktion unseres Darms haben.
Was ist der Darmmikrobiom?
Der Verdauungstrakt ist das zweitgrößte komplexe System im menschlichen Körper. Es ist der Lebensraum für natürlich vorkommende Mikroorganismen. Die Vielfalt der Mikroorganismen, die in ihm leben, ist so groß, dass das Genom des Verdauungssystems als das drittgrößte für das primäre Säugetiergenom anerkannt wird, nur das Kern- und Mitochondriengenom werden übertroffen. Es gibt jedoch eine große Anzahl von Bakterien, die in der Verdauungsschlucht leben. Dies wurde durch viele wissenschaftliche Studien bestätigt. Der Darmmikrobiom ist ein reiches und dynamisches Ökosystem, das sich im Laufe des menschlichen Lebens verändert. Die Bedingungen im Verdauungstrakt sind ideal für das Leben und das Wachstum nicht nur der natürlich vorkommenden Bakterien, sondern auch derer, die wir mit der Nahrung aufnehmen. Der Darmmikrobiom ist für jedes Individuum einzigartig. Er wird oft mit dem Fingerabdruck verglichen, der bekanntlich einzigartig ist. Es ist nicht möglich, festzustellen, welche Mikroorganismen und in welcher Menge Teil davon sein sollten. Er ist relativ stabil, kann sich jedoch unter dem Einfluss von Faktoren wie Alter, Ernährung, angewendeten Antibiotika oder Metaboliten, die von Bakterien produziert werden, ändern. Störungen im Mikrobiom können zur Entstehung vieler Krankheiten führen, wie z.B. entzündliche Darmerkrankungen, Allergien, Fettleibigkeit oder Krebs.
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