In den letzten Jahren ist das Interesse an einem gesunden Lebensstil stark gestiegen. Zeitschriften, Fernsehen und soziale Medien veröffentlichen ständig Neuigkeiten über frische Trends in Bezug auf gesunde Ernährung und revolutionäre Diäten. Leider ist es deshalb immer häufiger der Fall, dass Fehlinformationen und Mythen verbreitet werden, die in keiner Studie bestätigt werden oder durch unzureichend konstruierte Untersuchungen bestätigt wurden, z.B. bei Verboten, bestimmte Lebensmittel zu kombinieren. In dem Übermaß an Informationen ist es sehr leicht, die Grundlagen zu übersehen, die eine gesunde Ernährung und körperliche Aktivität sind. Deshalb lohnt es sich, nach verfügbaren wissenschaftlichen Daten zu suchen und festzustellen, ob es wirklich Gründe gibt, bestimmte Kombinationen von der Speisekarte auszuschließen.
Gurke in Verbindung mit Tomate
In der Ernährungswelt herrscht eine weit verbreitete Überzeugung, dass der Verzehr von Gurke und Tomate in einer Mahlzeit nachteilig ist. Die Tomate ist ein Gemüse mit hohem Vitamin-C-Gehalt (15 mg pro 100 g), das viele wichtige Funktionen im Körper erfüllt, darunter die Bekämpfung von Infektionen und die Heilung von Wunden sowie die Produktion von Kollagen oder einigen Hormonen und Neurotransmittern. Es ist auch für die ordnungsgemäße Eisenaufnahme unerlässlich. Die Gurke enthält jedoch ein Enzym, das Ascorbinsäure deaktiviert, das Vitamin C. Dieses Enzym wird während des mechanischen Verarbeitungsprozesses in einer geeigneten Umgebung freigesetzt, d.h. bei einem pH-Wert von etwa 5,6. Tatsächlich kann die Konsumierung von Gurke und Tomate zu einer geringeren Zufuhr von Vitamin C im Körper führen, aber es ist kein Problem, das ernsthaft berücksichtigt werden muss und zu einem Verzicht auf die Kombination dieser beiden Gemüse führen sollte. Der Bedarf an Vitamin C für Frauen beträgt 70 mg, für Männer 85 mg. Diese Mengen können leicht innerhalb eines Tages gedeckt werden, da Vitamin C in vielen Lebensmitteln vorkommt, wie Paprika, Erdbeeren, Petersilie und Kohl (M. Jarosz et al. 2020). Wenn man jedoch die negativen Auswirkungen von Ascorbinsäure aus der Gurke vermeiden möchte, kann man die Gemüse mit Zitronensaft oder Balsamico-Essig beträufeln, um den pH-Wert zu senken - dann wird das Enzym nicht mehr aktiv sein und es wird nicht zu einer Zersetzung von Vitamin C kommen. Ebenso wirksam ist es, frische Gurken durch Sauergurken zu ersetzen (B. Jabłonowska-Lietz 2018).
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