Die drei Abschnitte
Muskeldysmorphie (Bigorexie): pathologische Fixierung auf maximale Muskelhypertrophie
Bigorexie, auch als Muskeldysmorphie oder Adonis-Komplex bezeichnet, stellt eine psychische Störung mit suchtähnlichem Charakter dar, die sich durch eine zwanghafte, unkontrollierbare Fixierung auf den Aufbau möglichst großer Muskelmasse im gesamten Körper äußert. Analog zu anderen Suchterkrankungen verläuft diese Störung in zyklischen Phasen, die klar abgegrenzt werden können – darunter eine Entzugsphase (die bei Unterbrechung des intensiven Trainings auftritt), zwanghafte, übermäßige körperliche Übungen, Rückfälle trotz Bewusstsein negativer Folgen sowie die Fortsetzung der Aktivitäten trotz erlittenen Verletzungen oder medizinischer Kontraindikationen. Ein weiteres Merkmal ist die Leugnungstendenz: Betroffene erkennen häufig nicht den pathologischen Charakter ihres Verhaltens, sondern deuten es als "normal" oder "notwendig" im Rahmen ihrer sportlichen Betätigung – meist Krafttraining oder Bodybuilding. Die Störung neigt zu einem chronischen, rezidivierenden Verlauf mit Phasen der Verschlimmerung und vorübergehenden Besserung der Symptome.
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