Chronische Schilddrüsenstörungen sind häufig und haben einen negativen Einfluss auf die Lebensqualität. Eine fehlerhafte Funktion dieses Organs vor der Diagnose kann zu unspezifischen Symptomen führen. Verschlechtertes Wohlbefinden, Reizbarkeit, verminderte geistige Leistungsfähigkeit und unbeabsichtigte Gewichtszunahme werden oft Überlastung und Müdigkeit zugeschrieben. Diese Symptome beziehen sich jedoch direkt auf die Hauptfunktionen der Schilddrüse, wie die Regulierung der Stoffwechselrate, der Körpertemperatur und des Gewebewachstums. Eine nährstoffreiche und ausgewogene Ernährung ist entscheidend für das Funktionieren dieses Organs. Es gibt viele Mythen über die Ernährung, die für die Gesundheit der Schilddrüse förderlich ist, aber immer mehr Forschungen erlauben ihre Überprüfung. Es gibt Zweifel an m.in. Hülsenfrüchten, insbesondere Soja.
Hülsenfrüchte – nicht nur eine Proteinquelle
Aufgrund mehrerer Aspekte hat das Protein der Hülsenfrüchte einen erheblichen Vorteil gegenüber tierischem Protein. Studien zeigen, dass das Protein in Sojabohnen, Kürbiskernen, Erbsen, Bohnen und Linsen direkte gesundheitsfördernde Eigenschaften hat und dass ihr Verzehr zur Produktion biologisch aktiver Peptide durch Verdauungsenzyme führen kann (F. Kamran, N. Reddy 2018). Bioaktive Peptide aus Hülsenfrüchte-Proteinen zeigen eine breite Palette biologischer Aktivitäten. Ihr Verzehr bietet funktionelle Vorteile wie starke entzündungshemmende, immunmodulierende, antikarzinogene und cholesterinsenkende Eigenschaften (F. Kamran, N. Reddy 2018; S. Y. Hess 2010). Hülsenfrüchte sind auch eine Quelle anderer bioaktiver Substanzen wie Ballaststoffe, phenolische Verbindungen, Flavonoide, Antioxidantien, Tocopherole, Karotinoide, Mineralien und Vitamine.
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