Angesichts der zunehmenden Verbreitung von Antibiotikatherapien sowie der häufigen Exposition gegenüber viral und bakteriell bedingten Infektionen rückt die Bedeutung von Probiotika als präventive und therapeutische Maßnahme immer stärker in den Fokus der modernen Medizin. Besonders relevante Stämme wie *Lactobacillus rhamnosus GG*, *Bifidobacterium longum* oder *Streptococcus thermophilus* haben in kontrollierten Studien ihre Wirksamkeit unter Beweis gestellt. Um jedoch nachhaltige gesundheitliche Vorteile zu erzielen, ist ein fundiertes Verständnis ihrer Wirkmechanismen auf das Darmmikrobiom, der Kriterien für die Auswahl geeigneter Präparate sowie der Anwendungsrichtlinien – einschließlich Dosierung und Behandlungsdauer – unerlässlich.
Probiotika
Laut der Definition von FAO/WHO Probiotika sind lebende Mikroorganismen in Lebensmitteln, die eine positive Wirkung auf den Körper haben, indem sie das Gleichgewicht der Darmmikroflora verbessern. Das Konzept von Probiose (aus dem griechischen pro bios bedeutet health) stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert, als Miecznikov auf die Nutzung von fermentiertem Milch für die menschliche Gesundheit hinwies: die darin enthaltenen Bakterien tragen zur Wiederherstellung der normalen Darmflora bei und verhindern gleichzeitig die Vermehrung von Sauerstoffflora.
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