Das moderne Leben wird von digitalen Geräten und dem Internet dominiert, die uns täglich mit Hunderten von Informationen überfluten. Leider kann eine übermäßige Nutzung sozialer Medien und ein längerer Aufenthalt im Internet zur Entwicklung des FOMO-Syndroms führen, das immer häufiger als Zivilisationskrankheit bezeichnet wird. Was ist das FOMO-Syndrom, wie kann man es erkennen und wie kann man dagegen angehen?
Das FOMO-Phänomen: Definition, Mechanismen und psychologische Folgen
FOMO – eine Abkürzung für *Fear of Missing Out* (auf Deutsch oft als "Angst, etwas zu verpassen" oder "Trennungsangst vom Informationsfluss" bezeichnet) – repräsentiert einen komplexen emotionalen Zustand, der sich durch einen zwanghaften Drang auszeichnet, ständig die Inhalte in sozialen Medien, Messenger-Diensten sowie allgemeinen Nachrichten aus der Umgebung zu verfolgen. Die systematische und übermäßige Kontrolle von Benachrichtigungen, Updates oder neuen Daten kann mit der Zeit zu einer Verhaltenssucht führen, welche die psychische Stabilität sowie die Effizienz im täglichen Leben erheblich beeinträchtigen kann. Wichtig ist, dass sich das FOMO-Syndrom nicht ausschließlich auf den digitalen Bereich beschränkt – seine Symptome können sich ebenfalls in anderen Lebensbereichen manifestieren, beispielsweise in Form einer beruflichen Besessenheit, ständig E-Mails oder dienstliche Mitteilungen zu überprüfen, selbst während Erholungsphasen. Ein anhaltender Zustand dieser Art begünstigt die Verschlechterung der allgemeinen psychischen und physischen Verfassung, was wiederum die Lebensqualität mindern und zu somatischen Stresssymptomen führen kann.
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