Übergewicht ist ein ernsthaftes Problem auf globaler Ebene, das sogar als Pandemie bezeichnet wird. Laut den Daten des Nationalen Gesundheitsfonds sind 60% der Polen von Übergewicht betroffen und bis zu 25% leiden an Fettleibigkeit. Leider geht ein BMI über 25 kg/m² mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lipid-Störungen sowie vielen anderen Erkrankungen einher. Im Internet hört man immer wieder, dass man abnehmen kann, indem man weniger isst und sich mehr bewegt, doch in Wirklichkeit ist dies nicht immer so einfach, da zahlreiche Faktoren zur Entstehung von Übergewicht beitragen.
Alles beginnt im Mutterleib
In der menschlichen Entwicklung gibt es sogenannte kritische Zeiten, in denen der Körper programmiert wird, was den späteren Gesundheitszustand beeinflussen kann. Dieser Prozess beginnt bereits im Mutterleib, daher ist es nicht unbedeutend, wie sich die Mutter ernährt. In epidemiologischen Studien wurde beobachtet, dass überschüssiges Körperfett bei Müttern zu einem höheren Geburtsgewicht des Kindes führt, was wiederum ein Faktor für erhöhtes Übergewichtsrisiko ist. Interessanterweise kann Untergewicht bei Elternteilen denselben Effekt haben. Dies wird dadurch erklärt, dass der Körper des Kindes an Nährstoffmangel gewöhnt ist und daher mehr Nahrung benötigt, um sich auf einen möglichen Mangel in der Zukunft vorzubereiten. Das Vorhandensein von Typ-2-Diabetes und Schwangerschaftsdiabetes bei Müttern ist ebenfalls von großer Bedeutung, da sie zu einem höheren Geburtsgewicht und einem Anstieg des Risikos von Übergewicht bei Kindern beitragen, sowie zu einer verringerten Glukosetoleranz (E. L. Sullivan, K. L. Grove 2010).
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