Es gibt viele Gründe, warum Menschen sich entscheiden, keine Milchprodukte mehr zu konsumieren. Es können sowohl Gründe aus Überzeugung (z. B. Sorge um das Wohlergehen von Tieren und Umwelt) als auch gesundheitliche Gründe (Allergie auf Kuhmilchprotein, Laktoseintoleranz, Magen-Darm-Erkrankungen oder belastende Radiotherapie oder Chemotherapie) sein, sowie eine Abneigung gegen Geschmack oder Konsistenz von Milch. Unabhängig von der Begründung für die Auslassung von Milch und ihren Verarbeitungen aus der Ernährung ist es wichtig, dass sie eine Quelle für viele wichtige Nährstoffe sind, daher sollten sie durch andere Produkte ersetzt werden, um eine wertvolle Ernährung zu gewährleisten.
Ausschluss von Milchprodukten - mögliche Risiken
Milchprodukte spielen eine entscheidende Rolle als Kalziumquelle in der Ernährung. Sie liefern auch andere Nährstoffe wie Proteine, Vitamin D und B-Vitamine. Die wichtigsten ernährungsphysiologischen Risiken, die sich aus dem Verzicht auf diese Produkte ergeben, sind die Verringerung der Speisekarte und die Herausforderungen bei der richtigen Zusammenstellung des Speiseplans in Bezug auf den Nährwert. Kalzium ist auch verantwortlich für die Aufrechterhaltung der ordnungsgemäßen Struktur von Zähnen und Knochen (d.h. der Struktur des ganzen Körpers) und beteiligt sich auch an der Übertragung von Nervensignalen. Darüber hinaus reguliert es die Aktivität von Enzymen und Hormonen. Erwachsene sollten täglich etwa 1000 mg Kalzium zu sich nehmen. Die Folgen eines Kalziummangels sind hauptsächlich Erkrankungen des Bewegungsapparates, wie zum Beispiel: - Rachitis bei Kindern, - Osteoporose bei Erwachsenen, die zusätzlich mit einem erhöhten Risiko von Knochenbrüchen verbunden ist, - Tetanie, d.h. Muskelschmerzen und unwillkürliche Muskelkrämpfe. Diese Symptome treten jedoch nicht sofort auf und können über viele Jahre hinweg unbemerkt bleiben. Proteine sind ein notwendiger Bestandteil für das Wachstum, die Entwicklung und die Regeneration des Körpers; sie fördern auch die Arbeit des Immunsystems und sind an der Aufnahme vieler Nährstoffe beteiligt. Die Menge an aufgenommenen Proteinen sollte im Bereich von 10-20% liegen; der genaue Bedarf wird auf der Grundlage des Körpergewichts (für gesunde Erwachsene beträgt er etwa 0,8 g/kg KG) ermittelt und kann je nach Alter, körperlicher Aktivität, Gesundheitszustand und physiologischem Zustand erhöht oder verringert werden. Menschen mit traditioneller Ernährung haben in der Regel kein Problem damit, diese Normen zu erfüllen, aber Veganer sollten bei der Zusammenstellung ihres Speiseplans besonders darauf achten.
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