Primäre und sekundäre Hyperhidrose: Ursachen, Differentialdiagnostik und moderne Therapieverfahren
| Diets Premium Experte Isabella Taylor | Min. Lesezeit 4 min | Wissenschaftlich geprüft durch klinische Ernährungsberater 23.10.2026 |
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Die Hyperhidrose (übermäßiges Schwitzen) ist eine dermatologische Erkrankung, bei der die Schweißsekretion das für die Wärmeregulierung erforderliche Maß weit übersteigt. Die Differenzierung zwischen primärer (idiopathischer) und sekundärer Hyperhidrose ist die Grundlage einer gezielten Behandlung.
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Klassifikation: Primäre fokale versus sekundäre generalisierte Hyperhidrose
Die primäre fokale Hyperhidrose betrifft typischerweise symmetrisch die Handflächen, Fußsohlen, Achseln oder das Gesicht. Sie beginnt meist in der Jugend und beruht auf einer angeborenen Überaktivität sympathischer Nervenfasern ohne organische Grunderkrankung.
Die sekundäre Hyperhidrose betrifft den gesamten Körper und erfordert eine internistische Abklärung: Hyperthyreose, Diabetes mellitus, Phäochromozytom, chronische Infektionen (Tuberkulose) oder bösartige Lymphome, die sich durch durchnässenden Nachtschweiß äußern.
Therapieverfahren: Aluminiumchlorid-Präparate, Iontophorese und Botulinumtoxin
Die moderne Dermatologie bietet abgestufte Therapiemöglichkeiten:
- Medizinische Antitranspirantien mit Aluminiumchlorid (15–20 %): Bilden pfropfartige Verbindungen in den Ausführungsgängen der Schweißdrüsen und drosseln die Sekretion;
- Leitungswasser-Iontophorese: Gleichstromtherapie, die sich besonders bei Schwitzen an Händen und Füßen bewährt hat;
- Botulinumtoxin-Injektionen: Blockieren die Freisetzung von Acetylcholin an den Schweißdrüsen und stoppen die Schweißbildung zuverlässig für 6 bis 9 Monate.
Phytotherapie und Lebensstil: Salbeitee und atmungsaktive Textilien
Zur pflanzlichen Unterstützung eignet sich Salbeitee (Salvia officinalis), dessen Gerbstoffe und ätherische Öle schweißhemmend wirken. Empfohlen wird das Tragen atmungsaktiver Naturfasern (Leinen, Merinowolle, Baumwolle) sowie der Verzicht auf scharfe Gewürze und übermäßigen Kaffeegenuss, da diese die Wärmerezeptoren anregen.
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Isabella Taylor
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