Rosazea ist eine chronische Krankheit, deren Ursache nicht eindeutig geklärt ist. Sie ist gekennzeichnet durch Phasen von Verschlimmerung (Symptome) und Remission (vorübergehende Linderung von Symptomen). Nur 4% der Menschen, die an Rosazea leiden, stammen aus Afrika, Asien oder Lateinamerika. Die Krankheit betrifft hauptsächlich Frauen, insbesondere in Nordeuropa und Westeuropa. Alle unerwünschten Zustände, die negativen Einfluss auf das Erscheinungsbild der Haut haben, führen zu einer erheblichen Verschlechterung der Lebensqualität. Es können verschiedene Formen dieser Erkrankung unterschieden werden, die unterschiedliche Symptome zeigen.
Rosazea: pathophysiologische Mechanismen und prädisponierende Faktoren für die Krankheitsentstehung
Die Ätiologie der Rosazea ist komplex und multifaktoriell bedingt, wobei immunologische Dysregulationen, gestörte Angiogeneseprozesse, UV-Strahlungsexposition sowie mögliche mikrobielle Einflüsse – darunter *Helicobacter pylori* – eine zentrale Rolle spielen. Typische Symptome wie anhaltende Rötungen (Erytheme) resultieren aus einer pathologisch erhöhten Durchblutung der Hautmikrozirkulation. Studien belegen, dass bei Rosazea-Patienten erhöhte Konzentrationen proangiogener Mediatoren – etwa des vaskulären endothelialen Wachstumsfaktors (VEGF) – nachweisbar sind, dessen Produktion durch UV-Strahlung zusätzlich stimuliert wird. Darüber hinaus aktiviert UV-Licht Matrix-Metalloproteinasen, die entzündungsfördernde Kaskaden auslösen und somit den Krankheitsverlauf verschlimmern. Aus diesem Grund stellt die tägliche Anwendung von Sonnenschutzmitteln mit hohem Lichtschutzfaktor einen unverzichtbaren präventiven Baustein dar. Mikrobiologisch zeigt sich eine verstärkte Besiedlung der Talgdrüsen durch die Milbe *Demodex folliculorum* – sowie das assoziierte Bakterium *Bacillus oleronius* –, was mit einer Intensivierung entzündlicher Hautveränderungen korreliert. Antibiotische Therapieansätze, die gezielt gegen diese Mikroorganismen gerichtet sind, erweisen sich als vielversprechend in der Symptomlinderung.
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