Brennen in der Speiseröhre, das ein brennendes Gefühl in der oberen Hälfte des Verdauungstrakts ist, ist eine sehr unangenehme Erfahrung, die normalerweise nach einer Mahlzeit auftritt. Es kann eines von mehreren wiederkehrenden Problemen sein, mit denen Menschen mit gastroösophagealem Reflux (GERD) umgehen müssen. Die pharmazeutische Industrie bietet eine breite Palette von Medikamenten an, die diese lästigen Symptome lindern können. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass auch Änderungen des Lebensstils und eine geeignete Ernährung bei der Behandlung von Sodbrennen eine wichtige Rolle spielen.
Kräutertees zur Linderung von gastroösophagealem Reflux-Symptomen
In wirtschaftlich hochentwickelten Gesellschaften leiden etwa 5 bis 10 Prozent der Bevölkerung täglich unter Symptomen des gastroösophagealen Reflux, darunter vor allem dem lästigen Sodbrennen, während etwa 20 Prozent der Erwachsenen diese Beschwerden mindestens einmal pro Woche erfahren. Die Häufigkeit dieser Erkrankung ist bei Männern und Frauen vergleichbar, wobei das Risiko mit zunehmendem Alter deutlich ansteigt. Zu den typischen klinischen Anzeichen zählen ein brennendes Gefühl hinter dem Brustbein (das sogenannte Sodbrennen), das Aufstoßen von Luft ohne Nahrungsrückstände sowie das unangenehme Gefühl, dass Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt. Häufig klagen Betroffene zusätzlich über eine übermäßige Produktion von Magensäure, saures Aufstoßen, Unwohlsein im Oberbauch oder sogar Schmerzen in der oberen Bauchregion. Diese Symptome werden einheitlich als ösophageale Beschwerden klassifiziert. Die Entstehung von Sodbrennen ist primär auf den unkontrollierten Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre zurückzuführen, was zu einer Reizung der Schleimhaut durch Magensäure und Verdauungsenzyme führt. Eine der ernährungsphysiologischen Maßnahmen zur Linderung dieser Beschwerden besteht im regelmäßigen Konsum gezielt ausgewählter Kräutertees. Zu den Pflanzen mit potenziell vorteilhafter Wirkung gehören unter anderem die Echte Kamille, das Echte Johanniskraut, der Fenchel, die Eibischwurzel sowie die Lindenblüte. Besonders hervorzuheben sind Kräuter mit einem hohen Gehalt an Schleimstoffen, die auf der Oberfläche der Speiseröhre eine schützende Schicht bilden und so die reizende Wirkung der Magensäure abmildern sowie das Brennen reduzieren. Allerdings sollte Pfefferminze gemieden werden, da ihre Wirkstoffe den Druck des unteren Ösophagussphinkters verringern können, was die Reflux-Symptome verschlimmern kann. Die optimale Trinktemperatur für diese Aufgüsse liegt bei Raumtemperatur, um die Schleimhaut des Verdauungstraktes nicht zusätzlich zu reizen.
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