Cortisol – Freund oder Feind? Methoden zur Senkung des Stresshormonspiegels
Stresshormon Cortisol: primäres Glucocorticoid mit komplexer Biosynthese und regulatorischer Funktion in der Zona fasciculata der Nebennierenrinde
Cortisol repräsentiert den zentralen Verteter der Glucocorticoide, einer von fünf grundlegenden Kategorien steroidbasierter Hormone, die für die Aufrechterhaltung der Homöostase im Organismus von entscheidender Bedeutung sind. Im Gegensatz zu peptidischen Hormonen, deren Struktur auf Aminosäureketten proteinogenen Ursprungs beruht, werden Steroidhormone – einschließlich Cortisol – durch einen mehrstufigen Syntheseprozess aus Cholesterin gebildet. Dieses Ausgangsmaterial kann sowohl endogenen Ursprungs sein, also innerhalb des Körpers durch metabolische Prozesse produziert werden, als auch exogen über die Nahrung zugeführt werden, insbesondere durch tierische Produkte wie Säugetierfleisch, Geflügel oder Hühnereier. Die Biosynthese dieses Glucocorticoids findet primär in der mittleren Schicht der Nebennierenrinde statt, die als Zona fasciculata bezeichnet wird und sich durch eine einzigartige zelluläre Architektur sowie eine hohe enzymatische Aktivität auszeichnet – beides essentielle Voraussetzungen für die Umwandlung von Cholesterin in aktive hormonelle Formen.
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