Substanzen, die vor Oxidation schützen, sind Verbindungen, die in unserer Gemeinschaft wegen ihrer positiven Auswirkungen auf den Körper bekannt sind. Leider werden sie oft nur mit Nahrungsergänzungsmitteln in Verbindung gebracht, obwohl eine viel bessere Verwertung und sicherere Anwendung daraus resultiert, sie in natürlichen Produkten wie Obst oder Superfoods zu verzehren. Was sind diese Substanzen, die vor Oxidation schützen, und wo können wir sie finden?
Antioxidative Verbindungen und ihre Derivate: Schutzmechanismen gegen oxidativen Stress sowie ihre Rolle in der Prävention chronischer Erkrankungen
Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen, dass zahlreiche Lebensmittel bioaktive Metaboliten enthalten, deren Wirkung sich positiv auf die menschliche Physiologie ausübt. Besonders hervorzuheben sind dabei Substanzen mit antioxidativen Eigenschaften, da sie effektiv Redoxreaktionen hemmen, die durch reaktive Sauerstoffspezies (ROS) oder Ozon ausgelöst werden und nach Bindung an Prooxidantien unkontrollierte freie Radikale erzeugen. Diese induzieren den sogenannten oxidativen Stress – einen pathophysiologischen Zustand mit schwerwiegenden Folgen wie strukturellen Schäden an Biomakromolekülen (einschließlich DNA-Strangbrüchen), irreversiblen zellulären Mutationen und letztlich Apoptose. Laut epidemiologischen Studien gilt chronische Exposition gegenüber oxidativem Stress als einer der zentralen ätiologischen Faktoren für Zivilisationskrankheiten, darunter Insulinresistenz und Diabetes mellitus Typ 2, Arteriosklerose, altersbedingte Katarakte sowie neurodegenerative Erkrankungen (Morbus Parkinson, Morbus Alzheimer). Zu den wichtigsten Vertretern der Nahrungsantioxidantien zählen: Retinol (Vitamin A), Ascorbinsäure (Vitamin C), Tocopherole und Tocotrienole (Vitamin E), Flavonoide und andere Polyphenole, Carotinoide (inkl. β-Carotin und Lycopin), Phytinsäure, Glucosinolate (Vorläufer von Isothiocyanaten) sowie Spurenelemente wie Selen und endogene Peptide, z. B. das Tripeptid Glutathion. Ihre primäre Funktion besteht in der Hemmung von Kettenreaktionen der Lipid-, Protein- und Nukleinsäureoxidation, was zu einer Reduktion der Radikalbildung und einer Linderung der oxidativen Stresssymptome führt. Bemerkenswert ist, dass bereits eine moderate Zufuhr dieser Verbindungen über die Ernährung das Risiko nicht nur für die genannten Krankheitsbilder, sondern auch für maligne Tumoren (insbesondere des Gastrointestinaltrakts und der Brust) sowie kardiovaskuläre Erkrankungen wie Hypertonie oder Herzinsuffizienz signifikant senken kann.
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