Psoriasis (Schuppenflechte): Klinische Merkmale, ätiologische Faktoren und moderne Therapiestrategien bei chronischer Dermatose
| Diets Premium Experte Kacper Nowak | Min. Lesezeit 4 min | Wissenschaftlich geprüft durch klinische Ernährungsberater 23.10.2026 |
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Die Psoriasis (Schuppenflechte) ist eine chronisch-entzündliche, immunvermittelte Systemerkrankung mit genetischer Disposition, von der etwa 2 bis 3% der Bevölkerung betroffen sind. Neben den typischen scharf begrenzten, silbrig schuppenden Hautplaques ist sie mit systemischen Begleiterkrankungen wie Psoriasis-Arthritis und kardiovaskulären Risiken verknüpft.
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Definition, Immunpathogenese und genetische Veranlagung
Im Zentrum der Schuppenflechte steht eine fehlgeleitete Immunreaktion, gesteuert über die Zytokinachse IL-23 / IL-17 / TNF-alpha.
Entzündungsbotenstoffe treiben die Vermehrung der Hornzellen (Keratinozyten) voran: Die Zellerneuerung verkürzt sich von normalen 28 Tagen auf nur 3 bis 4 Tage. Die unvollständig verhornten Zellen stauen sich an der Hautoberfläche als silbrige Schuppen.
Klinisches Erscheinungsbild, Psoriasis-Typen und Symptome
Die häufigste Form ist die Psoriasis vulgaris (Plaque-Psoriasis) mit symmetrischem Befall an Knien, Ellenbogen, Kopfhaut und Kreuzbeinregion.
Typische dermatologische Phänomene sind:
- Kerzenwachs-Phänomen – silbriges Absplittern beim Abkratzen der Schuppen,
- Auspitz-Phänomen – punktförmige Blutungen nach Entfernung der Schuppe,
- Köbner-Phänomen – Auslösen neuer Läsionen durch mechanische Hautreizung,
- Nagelbeteiligung mit Tüpfelnägeln und Ölflecken.
Auslösende Triggerfaktoren: Stress, Infekte und Medikamente
Schübe werden durch spezifische Trigger begünstigt:
- Psychischer Stress – setzt Entzündungsmediatoren über das Nervensystem frei;
- Bakterielle Infektionen – vor allem Streptokokken-Angina, die oft Psoriasis guttata triggert;
- Medikamente – Beta-Blocker, Lithium und das plötzliche Absetzen systemischer Kortikoide;
- Lebensstilfaktoren – Rauchen, Alkoholkonsum und mechanische Reizungen.
Moderne Therapiestrategien, Hautpflege und antientzündliche Ernährung
Moderne Behandlungskonzepte kombinieren Medizin und Lebensstil:
- Lokaltherapie – Kortikosteroide kombiniert mit Vitamin-D3-Analoga (Calcipotriol), Salicylsäure und UVB-Schmalband-Phototherapie;
- Systemtherapie und Biologika – Methotrexat sowie zielgerichtete Antikörper gegen TNF-alpha, IL-17 und IL-23 bei mittelschweren bis schweren Verläufen;
- Antientzündliche Ernährung – mediterrane Kost mit viel Omega-3-Fettsäuren (Fisch, Leinöl), Gemüse und Verzicht auf Alkohol unterstützt das Hautbild nachhaltig.
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Kacper Nowak
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