Weltweiter Tag des Vegetarismus: Kann eine vegetarische Ernährung gesund sein?
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Der Weltvegetariertag wird am 11. Januar gefeiert. Laut den neuesten Daten verzichtet ungefähr 21% der Polen auf den Verzehr von Fleisch. Aber kann eine solche Ernährung gesund sein und von jedem angewendet werden?
Fleischlose Ernährung – immer noch beliebt?
Menschen, die sich fleischlos ernähren, essen kein Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchte. Oft beschränken sie auch die Aufnahme anderer tierischer Produkte, eliminieren sie jedoch nicht vollständig, wie es Veganer tun. Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, auf Fleisch zu verzichten. In der Vergangenheit war die fleischlose Ernährung eine Trenddiät, die hauptsächlich von jungen Menschen genutzt wurde. Laut einem Bericht aus dem Jahr 2021 stellen junge Menschen immer noch die Mehrheit der Menschen in der fleischlosen Ernährung dar. Vegetarier im Alter von 18 bis 25 Jahren machten mehr als 70% aller Befragten aus. Ältere Menschen entscheiden sich seltener für eine Änderung ihrer Ernährungsgewohnheiten. Darüber hinaus sind Frauen eher bereit, Fleisch aus ihrer Ernährung zu streichen. Gründe für die Umstellung auf eine fleischlose Ernährung können religiöse, ethische oder gesundheitliche Gründe sein. Es gibt viele Formen der fleischlosen Ernährung, wie Lakto-Ovo-Vegetarismus, Ovo-Vegetarismus, Frutarismus und Rohveganismus. Jede von ihnen erfordert den Verzicht auf Fleisch und andere Lebensmittel. Zum Beispiel essen Lacto-Ovo-Vegetarier keine Eier, während Ovo-Vegetarier nur Eier als tierische Produkte essen.
Ist eine vegetarische Ernährung gesundheitsfördernd?
Eine ausgewogene vegetarische Ernährung ist eine Quelle aller notwendigen Nährstoffe für den Körper. Sie kann auch einen positiven Einfluss auf die Prophylaxe und Behandlung bestimmter Erkrankungen haben, insbesondere auf Diabetes Typ 2. Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass pflanzliche Ernährung sowohl bei der Prävention als auch bei der Behandlung dieser Erkrankung von Vorteil ist. In einer Studie wurde besonders auf den positiven Einfluss der veganen Ernährung auf den Nüchternblutzuckerspiegel bei Menschen mit gestörtem Kohlenhydratstoffwechsel hingewiesen. Andere Studien haben gezeigt, dass eine Einschränkung von tierischen Produkten in der Ernährung das Risiko von Insulinresistenz und Prädiabetes verringern kann. Darüber hinaus kann eine vegetarische Ernährung auch einen positiven Einfluss auf die Parameter des Lipidprofils haben, was besonders vorteilhaft für Menschen mit Herzerkrankungen ist. Es wurde auch beobachtet, dass eine vegetarische Ernährung die Lebensqualität in physischer, psychischer und sozialer Hinsicht beeinflussen kann.
Kann man eine vegetarische Ernährung ohne das Risiko von Mangelerscheinungen anwenden?
Eine richtig zusammengestellte vegetarische Ernährung ist nicht mit dem Risiko einer Mangelernährung verbunden. Erwachsene, Jugendliche, Kinder und schwangere Frauen können sie anwenden. Allerdings muss der Speiseplan ausgewogen sein. In einer wissenschaftlichen Überprüfung wurde untersucht, wie sich die vegetarische Ernährung auf die Gesundheit einer schwangeren Frau und ihrer Nachkommen auswirkt. Die Autoren betonten, dass eine entsprechend geplante Ernährung, die reich an Ballaststoffen ist, positiv auf die Behandlung von Schwangeren wirken kann. Die Aufnahme von Substanzen wie DHA, ESG, Vitamin B12 und Gastroenterose, die für die Blutverarbeitung und das Blut von Kindern verwendet werden, sollte jedoch in jedem Fall berücksichtigt werden. Eine unzureichende Aufnahme dieser Nährstoffe kann zu neurologischen Störungen bei Kindern und Entwicklungsstörungen des Fötus führen. Der Ernährungszustand der Mutter ist für die normale Entwicklung der Schwangerschaft und des Kindes von entscheidender Bedeutung, daher sollten Diäten vernünftig angewendet werden. Eine ausgewogene pflanzliche Ernährung ist sicher für die Gesundheit von Mutter und Kind (G. Sebastiani und Mitarbeiter. 2019). Gemäß dem Standpunkt der Polnischen Gesellschaft für Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährung von Kindern erfordert die Anwendung einer vegetarischen Diät oder deren Varianten durch Säuglinge und Kinder entsprechende Kenntnisse und Supplementierung. Es wird auf das Risiko einer Mangelernährung hingewiesen, das mit der Anwendung dieser Ernährungsmodelle verbunden ist. Besondere Aufmerksamkeit sollte dem Veganismus gewidmet werden, obwohl der ESPGHAN-Ausschuss für Ernährung die Anwendung dieser Art von vegetarischer Diät unter der Bedingung einer ständigen Kontrolle eines Ernährungsberaters und einer angemessenen Supplementierung erlaubt. Darüber hinaus sollten die Eltern des Kindes über die Konsequenzen der Anwendung von pflanzlichen Diäten informiert werden (H. Szajewska und Mitarbeiter. 2021).
Zusammenfassung
Jährlich steigt die Zahl der Personen, die sich für eine vegane oder vegetarische Ernährungsweise entscheiden. Die Ergebnisse zahlreicher Studien bestätigen ihre positive Wirkung bei der Prävention und Behandlung bestimmter Erkrankungen. Diese Ernährungsformen erfordern jedoch eine angemessene Umsetzung, um Mangelerscheinungen zu vermeiden, insbesondere im Hinblick auf die Ernährung von Schwangeren, Säuglingen und Kleinkindern.
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