Überempfindlichkeit gegen Nahrungsmittel, Pflanzen, Nickel, Gliederfüßer und Medikamente – eine Übersicht der häufigsten Allergene
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Die am häufigsten auftretenden Ursachen von Allergien sind Hausstaubmilben, Tierhaare, Pflanzenpollen und Schimmelpilzsporen sowie Wolle und Federn. Allergien können sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern unabhängig vom Alter auftreten. Ein übermäßig hygienischer Lebensstil, verschmutzte Luft und die frühe Verwendung von Antibiotika im Kindesalter können ebenfalls zur Entstehung von Allergien beitragen. Einige vermuten, dass eine Kaiserschnittgeburt möglicherweise einen Einfluss auf die Entwicklung von Allergien hat, jedoch gibt es hierfür keine wissenschaftlichen Beweise.
Allergische Überempfindlichkeitsreaktionen: Mechanismen, Symptomatik und klinische Folgen
Eine allergische Überempfindlichkeit, umgangssprachlich als Allergie bezeichnet, stellt eine fehlerhafte Immunantwort des Körpers auf eigentlich harmlose, fremde Substanzen – sogenannte Allergene – dar. Diese exogenen Antigene können eine Vielzahl immunologischer Reaktionen auslösen, die sich in einem breiten Symptomspektrum äußern: von milden Beschwerden wie Rhinitis, Urtikaria oder Bindehautentzündung bis hin zu schweren Zuständen, darunter Atemnot durch Bronchospasmen, angioneurotisches Ödem und in extremen Fällen den lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock, der als akuter medizinischer Notfall sofortige Behandlung erfordert.
Häufige allergische Reaktionen in der Allgemeinbevölkerung – Symptome, Ursachen und Risikofaktoren
Die Pollenallergie, auch bekannt als Heuschnupfen, tritt vornehmlich saisonal auf, mit einer verstärkten Symptomatik während der Frühling- und Sommermonate. In Polen reagieren die meisten Betroffenen auf Pollen von Gräserarten, Laub- und Nadelbäumen sowie Unkräutern und Zierblumen. Klinisch äußert sich die Allergie häufig durch eine allergische Bindehautentzündung (gerötete, tränende und juckende Augen), eine Rhinitis mit wässrigem Nasenausfluss sowie durch Halsschmerzen und Juckreiz im Rachenraum. Epidemiologische Daten deuten darauf hin, dass etwa 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung von dieser Erkrankung betroffen sind. Interessanterweise können die Beschwerden temporär auftreten – beispielsweise nur während der Pubertät – oder sogar im höheren Alter, etwa ab dem 60. Lebensjahr, spontan verschwinden. Ein weiterer häufiger Auslöser allergischer Reaktionen ist Nickel, ein Metall, das in Alltagsgegenständen wie Schmuck, Kleidungsaccessoires (z. B. BH-Verschlüsse, Jeansknöpfe) oder Küchenutensilien enthalten ist und bei Sensibilisierten zu kontaktallergischen Hautveränderungen wie Rötungen, Papeln oder Ekzemen führt. Insektengiftallergien, insbesondere gegen Bienen- oder Wespengift, können schwere systemische Reaktionen auslösen, darunter den potenziell lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock, der durch Symptome wie Kreislaufversagen, Atemnot, Bewusstlosigkeit und gastrointestinale Beschwerden (Erbrechen, Durchfall) gekennzeichnet ist. Arzneimittelallergien werden häufig durch Wirkstoffe oder Hilfsstoffe ausgelöst, wobei besonders Antibiotika, Sulfonamide und schwermetallhaltige Präparate als Risikofaktoren gelten. Nahrungsmittelallergien, vor allem gegen Nüsse, können innerhalb kürzester Zeit nach Konsum schwerwiegende Symptome hervorrufen, darunter abdominale Schmerzen, Schwellungen der Schleimhäute, Juckreiz und in Extremfällen einen anaphylaktischen Schock, der ohne sofortige medizinische Intervention tödlich enden kann.