Mundwinkelentzündungen – Ursachen, Behandlung und Methoden zur Bekämpfung
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Die Herbst-Winter-Saison ist eine Zeit erhöhter Fälle von Mundwinkelentzündungen. Das Entstehen von Rissen ist ein verbreitetes Problem, das viele Personen betrifft, unabhängig von Geschlecht und Alter. Es gibt jedoch verschiedene Ursachen für diese Erkrankung, und ihr genaues Verständnis wird hilfreich bei der schnellen und effektiven Bekämpfung dieses Leidens sein.
Entzündung der Mundwinkel – Chelitis angularis
Die Mundwinkelentzündung, auch als Chelitis angularis oder Mundwinkelrisse bekannt, tritt in allen Altersgruppen auf, von Säuglingen bis zu älteren Menschen. Meistens ist sie beidseitig, selten einseitig [1]. Typisch sind sichtbare, schmerzhafte Risse mit Rötungen, Schuppen und kleinen Fissuren. Die Risse gehen strahlenförmig von den Mundwinkeln aus und sind mit einer Schicht oder Krusten bedeckt. Es können auch Schuppen, braune und vergröberte Knötchen auftreten. Abplatzungen und Risse können auch die Lippenrötung betreffen, was das Öffnen des Mundes erschwert [1, 2].
Faktoren, die zur Entstehung von Mundwinkelentzündungen führen
Pilzinfektionen, Staphylokokken- und Streptokokken-Infektionen sowie andere Faktoren können für das Auftreten von Mundwinkelentzündungen verantwortlich sein. Entzündliche Veränderungen, die als Mundwinkelentzündungen bezeichnet werden, können mit einer Candida albicans-Infektion in Verbindung stehen. In solchen Fällen ist eine antimykotische Behandlung ratsam, die auf einer korrekten Diagnose in Absprache mit einem Facharzt basiert [4]. Sie stellen ein häufiges Problem bei älteren Menschen dar. Mit zunehmendem Alter treten Veränderungen in der gesamten Mundhöhle auf, und Mundwinkelentzündungen sind oft mit medikamentöser Therapie und verminderter Immunität bei dieser Patientengruppe verbunden [3]. Sie können durch Austrocknung der Haut, langfristige Antibiotikaeinnahme, unzureichende Hygiene, Karies oder Zahnfehlstellungen verursacht werden. Zudem können Medikamente mit austrocknender Wirkung, insbesondere bei der Aknebehandlung, das Risiko von Mundwinkelentzündungen erhöhen [1, 5]. Eine unausgewogene Ernährung kann ebenfalls das Auftreten begünstigen. Aktuelle Erkenntnisse zeigen, dass Mundwinkelentzündungen durch Mangel an B-Vitaminen, Eisen und Zink verursacht werden, weshalb eine Ergänzung dieser Nährstoffe durch eine ausgewogene Ernährung oder Supplementierung notwendig ist [3]. Eine Ernährung, die reich an Koffein und Alkohol ist, kann die Aufnahme und Ausscheidung wichtiger Nährstoffe beeinträchtigen, was sich negativ auf den Zustand der Mundwinkel auswirkt [3]. Daten zeigen, dass 25% der Fälle mit einem Mangel an B-Vitaminen (B2, B3, B6, B5, B12) und Eisen zusammenhängen. Chronischer Eisenmangel kann die zelluläre Immunantwort schwächen und so eine Schleimhaut-Kandidose begünstigen. Auch ein Zinkmangel in der Ernährung kann Mundwinkelentzündungen hervorrufen. Bei Diäten zur Gewichtsabnahme und übermäßigem Gewichtsverlust können sich Entzündungen der Mundwinkel entwickeln [1, 3, 4, 5]. Aufgrund der verminderten Immunität, häufigerer Erkrankungen im Herbst und Winter sowie der Notwendigkeit von Antibiotikaeinnahmen kann die bakterielle Flora gestört werden, was das Risiko von Mundwinkelentzündungen erhöht [1, 2]. Schwere systemische Erkrankungen wie Diabetes, HIV-Infektionen, Anämie, Mangelernährung und andere können die Immunität beeinträchtigen und so lokale Infektionen in Form von Mundwinkelentzündungen begünstigen [1, 2]. Es sollte auch überprüft werden, ob Allergien vorliegen. Häufige Allergien betreffen Metalle (Nickel, Gold, Quecksilber, Palladium, Kobalt, Kaliumdichromat), Konservierungsstoffe, Antioxidantien, antiseptische Substanzen. Zudem können Medikamente wie Kortikosteroide, Inhaltsstoffe von Kosmetika (Lanolin, Natriumlaurylsulfat, Kokamidopropylbetain), Klebstoffe, Gummiwaren und Zigaretten Mundwinkelentzündungen verursachen [2, 5].
Behandlung von Mundwinkelentzündungen - Ernährung und Nahrungsaufnahme
Konventionelle Therapieansätze bei Mundwinkelentzündungen umfassen die Ausgleichung von Vitaminmangel, verbesserte Mundhygiene und die Anwendung von Antimykotika [3, 4]. Falls die Entzündung durch Candidiasis verursacht wird, sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden: adäquate Behandlung der Grunderkrankung, Einhaltung einer angemessenen Mundhygiene, prothetische Rehabilitation (bei älteren Patienten), Beseitigung lokaler Reizfaktoren, Einsatz geeigneter Nahrungsergänzungsmittel, Ausgleich festgestellter Mängel sowie präventive Gabe von antimykotischen Medikamenten [4].
Angularcheilitis: Ursachen, Behandlung und Prävention
Angularcheilitis, auch als Mundwinkelentzündung bekannt, erfordert eine ganzheitliche Herangehensweise. Entscheidend ist die Anwendung von Präparaten mit antiseptischer, antimykotischer und regenerativer Wirkung, die auf die Ursache der Erkrankung abgestimmt sind. Darüber hinaus ist es wichtig, eine ausreichende Versorgung mit B-Vitaminen, Eisen und Zink sicherzustellen, insbesondere bei Mangelerscheinungen. Die Ernährung sollte ausgewogen sein und sowohl tierische als auch pflanzliche Produkte umfassen, um Rückfällen vorzubeugen. Auch die Mundhygiene und die Stärkung des Immunsystems spielen eine wichtige Rolle, um das Auftreten dieser lästigen Erkrankung zu verhindern.
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