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Ergonomische Gestaltung des Schreibtisch-Arbeitsplatzes – die wichtigsten Richtlinien zur Organisation des Arbeitsplatzes

Mia Hoffmann

Mia Hoffmann

2026-03-16
5 Min. Lesezeit
Ergonomische Gestaltung des Schreibtisch-Arbeitsplatzes – die wichtigsten Richtlinien zur Organisation des Arbeitsplatzes
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Die Aufrechterhaltung einer geeigneten Körperhaltung beschränkt sich nicht nur auf die Ausführung alltäglicher Tätigkeiten, körperlicher Arbeit oder Bewegungsaktivitäten... Die Regeln der Ergonomie gelten auch für Personen, die den größten Teil ihrer Zeit im Sitzen verbringen, beispielsweise bei einem Schreibtisch oder einem Computer... Wie kann man den Arbeitsplatz ergonomisch gestalten, um die Produktivität bei täglichen Aufgaben zu verbessern?

Ergonomie von Büroarbeitsplätzen – Klassifizierung und Erklärung

Der Begriff der Arbeitsplatzergonomie bezieht sich auf Prinzipien und Maßnahmen, die darauf abzielen, den Mitarbeitern sichere und angenehme Bedingungen für die Ausführung ihrer täglichen Aufgaben zu bieten. Ergonomie ist eng mit der Arbeitsleistung verbunden – optimale Bedingungen für bestimmte Funktionen fördern die Gesundheit und das Wohlbefinden der Beschäftigten. Eine angenehme Umgebung und eine gut vorbereitete Arbeitsstelle begünstigen eine höhere Effizienz bei der Erreichung der gesetzten Ziele. Im Kontext der Arbeitsplatzergonomie werden zwei Arten von Maßnahmen unterschieden: - Konzeptionelle Ergonomie – umfasst die Planung und Gestaltung des Arbeitsraums für Mitarbeiter. Der entscheidende Faktor ist die Analyse der Wechselwirkungen zwischen dem Team, der Arbeitsumgebung und den verfügbaren Geräten (z. B. Tastaturen, Mäuse, Monitore, Beleuchtung in den Räumen); - Korrektive Ergonomie – besteht darin, die bestehenden Arbeitsbedingungen an die spezifischen Bedürfnisse der Mitarbeiter anzupassen. Die Anpassung des Arbeitsplatzes sollte die verfügbaren technischen Ressourcen berücksichtigen (z. B. die Höhenverstellung des Schreibtisches entsprechend der Körpergröße des Mitarbeiters).

Grundlegende Prinzipien der Ergonomie am Arbeitsplatz

Die Einrichtung eines ergonomischen Arbeitsplatzes beginnt mit der Bewertung der vorhandenen Ausstattung und Raumaufteilung. Es sollte nicht übersehen werden, dass Arbeitsplätze Teil eines größeren Umfelds sind. Daher müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden, die die Aufgabenbewältigung erschweren und die Arbeitsleistung beeinträchtigen können. Dazu gehören: - Luftqualität, - Raumtemperatur, - Fensteranordnung und natürliche Beleuchtung, - Qualität der Computerausstattung, - Verhältnis der Raumgröße zur Anzahl der Mitarbeiter, - Lärmpegel und Schallisolierung. Weitere ergonomische Prinzipien betreffen die direkte Umgebung, einschließlich Schreibtisch, Computer und anderer Geräte.

Arbeitsplatzgestaltung – Grundlegende Prinzipien

Die wichtigsten Richtlinien zur Arbeitsplatzgestaltung sind in der Verordnung des Ministers für Arbeit und Sozialpolitik über Sicherheit und Hygiene an Arbeitsplätzen mit Bildschirmmonitoren (Zei. 1998 Nr. 148 Abs. 973) vom 18. Oktober 2023 veröffentlicht worden. Die Verordnung des Ministeriums für Familie und Soziales (Zi. 2023 Abs. 2367) stellt eine Aktualisierung eines früheren Dokuments dar. Im Folgenden werden die wichtigsten Anforderungen an Arbeitsplätze mit Monitoren aufgeführt – Der Arbeitsplatz des Mitarbeiters muss an seine Körpergröße und die Art der ausgeführten Arbeit angepasst sein. Auf dem Schreibtisch sollten alle notwendigen Geräte leicht zugänglich sein, sodass der Mitarbeiter keine übermäßigen Bewegungen, wie Drehbewegungen, ausführen muss. – Stühle und Sessel sollten in der Höhe verstellbar sein, um sie an die Höhe des Schreibtisches anzupassen. Der Mitarbeiter sollte die Möglichkeit haben, seine Unterarme bequem auf der Tischplatte oder Armlehnen abzulegen. Der Lendenwirbelbereich muss gut gestützt sein, und die Körperhaltung sollte aufrecht sein, um ein Rundrücken zu vermeiden. Stühle sollten mit Rollen ausgestattet sein, um das Bewegen am Computer zu erleichtern. Falls die Füße nicht den Boden berühren, sollte ein Fußstütze verwendet werden, um eine bequeme Position zu ermöglichen. – Die richtige Höhe des Stuhls wird durch die Winkel zwischen den Füßen und dem Boden (10–15°), den Oberschenkeln und den Unterschenkeln (90°) sowie den Händen und dem Brustkorb (90°) bestimmt. – Eine der wichtigsten Anforderungen betrifft die Monitore. Der Abstand der Bildschirme zu den Augen sollte 50–70 cm betragen. Die obere Kante des Monitors sollte sich auf Augenhöhe befinden. Bei der Arbeit mit mehreren Monitoren müssen alle Bildschirme auf derselben Höhe sein. – Monitore sollten seitlich zum Fenster platziert werden, um Reflexionen und Blendungen zu minimieren, die die Arbeitsbedingungen und die Augen belasten. – Maus und Tastatur sind ebenfalls entscheidende Elemente eines Büroarbeitsplatzes. Sie sollten die Handgelenke nicht belasten, und die Unterarme sollten locker auf der Tischplatte liegen. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Arbeitgeber für den Kauf von Handgelenkstützen.

Die Ergonomie eines Büros ist nicht nur eine Position

Es ist entscheidend, festzuhalten, dass Ergonomie nicht nur die Anpassung des Arbeitsplatzes und der Büroeinrichtung betrifft. Arbeitgeber engagieren sich häufig in der Schulung ihrer Mitarbeiter zu ergonomischen Lebensgewohnheiten. Diese zusätzlichen Maßnahmen fördern die Gesundheit und steigern den Arbeitskomfort. Dazu gehören regelmäßige Pausen, bewusste Haltungskontrolle, Positionswechsel sowie Dehnübungen während oder nach der Arbeit. Zudem sollten Büroangestellte selbst aktiv werden und ihren Alltag mit körperlicher Aktivität, wie z.B. Spaziergängen zur Arbeit, bereichern.

Welche Auswirkungen hat eine unergonomische Arbeitsplatzgestaltung?

Fehlende Ergonomie am Arbeitsplatz führt zu zahlreichen gesundheitlichen Problemen. Die Gesundheit des Mitarbeiters beeinflusst seine Produktivität, was sich auf die Erfüllung seiner Aufgaben auswirken kann. Eine ungünstige Körperhaltung während langer Büroarbeit kann zu Kopfschmerzen, Schwindel, Haltungsschäden, Sehstörungen, Karpaltunnelsyndrom, Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, Muskelkrämpfen, Rückenproblemen und muskuloskelettalen Beschwerden wie Degenerationen, Entzündungen, Schmerzen und Überlastungen führen.
Mia Hoffmann

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