Elektrolytstörungen. Wie man Elektrolyte zu Hause auffüllt?
48
Aufrufe
Elektrolytstörungen sind oft mit Dehydration verbunden, die insbesondere Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen sowie Personen betrifft, die intensive Sportarten betreiben oder Sonnenbrand bekommen, ohne Flüssigkeiten zu ersetzen. Es sollte nicht vergessen werden, dass Elektrolytstörungen auch im Verlauf vieler Krankheiten auftreten können, wie z.B. Nieren- oder Lebererkrankungen, Anorexia und Bulimia sowie Krankheiten, die mit einer fehlerhaften Hormonregulation oder Überwässerung verbunden sind.
Störungen des Elektrolythaushalts
Störungen des Elektrolythaushalts sind ein Zustand, der zunächst eine Erklärung erfordert, was Elektrolyte sind. Dabei handelt es sich um positiv geladene Natrium- und Kaliumionen sowie negativ geladene Chloridionen, die in den Körperflüssigkeiten wie Lymphe, Blut, Urin, Muskeln und jeder einzelnen Zelle gelöst sind. Elektrolyte spielen eine entscheidende Rolle bei der Regulation des Säure-Basen-Haushalts und des Wasser-Elektrolyt-Haushalts, was sich auf die Stabilität des Blut-pH-Werts und die ordnungsgemäße Hydratation der Zellen auswirkt. Besonders hohe Konzentrationen an Wasser finden sich in den Muskeln und dem Nervengewebe, was die Bedeutung von Wasser für die Körperfunktionen unterstreicht. Natrium, Kalium und Chlor sind essenziell für die korrekte Kontraktion und Entspannung des Herzmuskels, die Funktion der Skelettmuskulatur sowie die Übertragung von Nervenimpulsen. Elektrolytstörungen äußern sich in allgemeiner Schwäche, Müdigkeit, Unwohlsein und häufig Kopfschmerzen. Ein niedriger Elektrolytspiegel kann zu Zittern der Hände, Muskeln, Herzrhythmusstörungen, beschleunigter Atmung, Sehstörungen, Verwirrtheit, Schwächegefühl und Angst führen. Besonders häufig treten diese Störungen bei Hitze auf, insbesondere bei älteren Menschen, Kleinkindern und Säuglingen. Auch intensive körperliche Anstrengung, Erbrechen, Durchfall oder der übermäßige Konsum von entmineralisiertem Wasser können zu Elektrolytstörungen führen. Um solchen Störungen vorzubeugen, empfiehlt sich der Konsum von mittelmineralisiertem Wasser.
Elektrolythaushalt wiederherstellen
Der menschliche Körper besteht je nach Alter und Geschlecht zu etwa 50 bis 80% aus Wasser. Die Auffüllung von Elektrolyten und Flüssigkeit sollte unverzüglich erfolgen, um eine Verschlimmerung der Dehydrierung und den Verlust von positiven und negativen Ionen zu verhindern. Um Elektrolytverluste nach körperlicher Anstrengung, bei Hitze oder Durchfall auszugleichen, empfiehlt sich der Verzehr von mäßig mineralisiertem Wasser oder isotonischen Getränken, die eine ähnliche Osmolarität wie die Körperflüssigkeiten aufweisen. Der Zusatz einer kleinen Menge Zucker fördert die Aufnahme der Flüssigkeit. Bei Erbrechen oder Durchfall kann ein Hausmittel aus kaltem Wasser, einem Teelöffel Zucker und einer Prise Salz helfen. Salz, chemisch Natriumchlorid, liefert zwei der drei wichtigsten Elektrolyte. Apotheken bieten auch Rehydrationspräparate an, deren Anwendung mit einem Arzt oder Apotheker abgestimmt werden sollte. Der Rehydrationsdrink sollte gekühlt, in kleinen Portionen und durch einen Strohhalm verabreicht werden, um Erbrechen zu vermeiden. Elektrolyte wie Natrium-, Kalium- und Chloridionen sind essenziell für die Körperfunktionen. Ein Mangel an Wasser oder Elektrolyten kann schwerwiegende Folgen haben, insbesondere für das Nerven- und Muskelgewebe. Daher ist es wichtig, bei Hitze, Sport oder Krankheit ausreichend zu trinken, idealerweise leicht gesüßtes Wasser (maximal ein flacher Teelöffel Zucker pro Glas).
Tags