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Bestandteile von Vitamin D: Möglichkeit einer Überdosierung von Vitamin D

Wojciech Wiśniewski

Wojciech Wiśniewski

2026-03-17
4 Min. Lesezeit
Bestandteile von Vitamin D: Möglichkeit einer Überdosierung von Vitamin D
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Vitamine sind exogene Verbindungen, die der Körper nicht selbst produzieren kann und daher durch die Ernährung aufgenommen werden müssen. Sie sind in kleinen Mengen für die ordnungsgemäße Funktion des Körpers unerlässlich. In der Vergangenheit wurden Symptome von Krankheiten beobachtet, die durch einen Mangel an einzelnen Vitaminen verursacht wurden. Obwohl Vitamine keine Energie liefern, erfüllen sie wichtige Funktionen im Körper, wie z. B. die Regulation vieler grundlegender Stoffwechselprozesse.

Vitamin D: Biologische Funktion, Quellen und Mangelerscheinungen im menschlichen Körper

Vitamin D, das im Jahr 1918 erstmals identifiziert wurde, umfasst eine Gruppe von drei biologisch aktiven Steroidverbindungen: **Ergocalciferol (D₂)**, das natürlich in Pflanzen und Pilzen vorkommt, **Cholecalciferol (D₃)**, das von tierischen Organismen synthetisiert wird, sowie **7-Dehydrocholesterol** – einen endogenen Vorläuferstoff, der in der Epidermis vorhanden ist und unter dem Einfluss von UVB-Strahlung in die aktive Form des Vitamins umgewandelt wird. Während die ersten beiden Formen über die Nahrung aufgenommen werden, entsteht die dritte durch kutane Synthese, die von der Sonneneinstrahlung abhängt. Die Effizienz dieses Prozesses wird durch mehrere Faktoren bestimmt, darunter die Dauer des Aufenthalts im Freien, die Intensität der Sonneneinstrahlung, der Hautpigmentierungsgrad, individuelle genetische Prädispositionen sowie Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung und Bewölkungsgrad. In gemäßigteren Breitengraden, wie sie in Mitteleuropa vorherrschen, ist die UVB-Exposition über weite Teile des Jahres hin unzureichend, was die kutane Vitamin-D-Produktion einschränkt. Zusätzliche Hindernisse stellen der Gebrauch von Sonnenschutzmitteln, urbaner Smog und anhaltende Bewölkung dar. Nahrungsmittelspezifisches Vitamin D weist hingegen eine relative Bioverfügbarkeit von etwa 50 % auf. Die empfohlene tägliche Zufuhr (RDA) beträgt 10 Mikrogramm für Säuglinge bis zum 12. Lebensmonat und 15 Mikrogramm für alle anderen Altersgruppen. Eine ausreichende Versorgung mit diesem Vitamin ist von entscheidender Bedeutung, da es multiple physiologische Funktionen erfüllt, darunter die Regulation des Calcium-Phosphat-Stoffwechsels, die Mineralisierung von Knochen- und Zahngewebe, die Modulation des Blutdrucks, die Stärkung der zellulären und humoralen Immunabwehr, die Aufrechterhaltung der Muskelkraft sowie der neuromuskulären Koordination. Epidemiologische Studien deuten zudem auf eine mögliche Rolle bei der Reduzierung des Risikos für maligne Neoplasien (z. B. Darm- und Brustkrebs) sowie bei der Prävention bakterieller Infektionen des Genitaltrakts während der Schwangerschaft hin. Ein chronischer Vitamin-D-Mangel kann zu schweren metabolischen Störungen führen, darunter Rachitis bei Kindern, Osteomalazie bei Erwachsenen, arterieller Hypertonie, neurologischen Dysfunktionen, einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Diabetes mellitus Typ 2, autoimmunologischen Erkrankungen (z. B. Multipler Sklerose) und chronisch-entzündlichen Prozessen. Leichtere Defizite äußern sich in unspezifischen Symptomen wie Reizbarkeit, erhöhter Infektanfälligkeit für virale und bakterielle Erreger, chronischer Müdigkeit, Muskelschwäche, Schlafstörungen, motorischer Unruhe und depressiver Verstimmung. Besonders gefährdet für einen Mangel sind ältere Personen, schwangere und stillende Frauen, adipöse Patienten sowie Personen mit chronischen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis, Herzinsuffizienz, Hypoparathyreoidismus, Leberzirrhose, fortgeschrittener Niereninsuffizienz, Diabetes mellitus Typ 2, Tuberkulose, Psoriasis und Multipler Sklerose.

Natürliche Vitamin-D-Quellen: Wo ist es enthalten und wie lässt sich ein Mangel ausgleichen?

Zu den besonders wertvollen Nahrungsquellen für Vitamin D zählen vor allem fettreiche Fischsorten wie geräucherter Hering, Aal, Atlantischer Hering und Makrele. Auch Eier – insbesondere das Eigelb – enthalten beträchtliche Mengen an Calciferol. Weitere vitamin-D-reiche Lebensmittel sind Kalbsleber, Schweineleber sowie Rinderleber, natürliche Butter, gereifter Hartkäse und Vollmilch. Trotz der breiten Verfügbarkeit dieser vitamin-D-haltigen Produkte leiden in Polen erstaunlich viele Menschen unter einem Mangel – die Zahlen reichen von 50 % bis zu 80 % der Bevölkerung. Aus diesem Grund wird bei niedrigen Vitamin-D-Spiegeln eine gezielte Supplementierung in den Monaten September bis April empfohlen, wenn die Sonneneinstrahlung geringer ist. Der Markt bietet eine Vielzahl an Präparaten an, darunter Lebertran mit den Vitaminen A, D und K, mikronisierte Fischgräten-Präparate sowie Kombinationen aus Vitamin D2 und D3. Bevor jedoch mit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln begonnen wird, sollte zunächst der aktuelle Vitamin-D-Spiegel im Körper durch eine Blutuntersuchung bestimmt werden. Bei leichten Defiziten kann bereits regelmäßiges Sonnenbaden Abhilfe schaffen: Eine nur 20-minütige ungeschützte Exposition von Gesicht, Händen und Unterarmen gegenüber UV-Strahlung kann den Vitamin-D-Spiegel merklich erhöhen. Zu beachten ist allerdings, die Mittagssonne zwischen 11:00 und 15:00 Uhr zu meiden, um Hautschäden und vorzeitige Hautalterung zu vermeiden. Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie einem Vitamin-D-Mangel wirksam vorbeugen und ihn ausgleichen können!

Besteht die Gefahr einer übermäßigen Vitamin-D-Zufuhr und welche Folgen hat dies?

Eine Überdosierung von Vitamin D ist äußerst selten, insbesondere da in der polnischen Bevölkerung häufig ein Mangel an diesem Vitamin vorherrscht. Hypervitaminose D tritt in der Regel nur bei unkontrollierter Einnahme hoher Dosen pharmazeutischer Präparate auf, nicht jedoch durch verlängerte Sonneneinstrahlung oder eine Ernährung, die reich an Vitamin-D-haltigen Lebensmitteln ist. Die Symptome einer Calciferol-Überdosierung umfassen gastrointestinale Beschwerden wie Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen, weiterhin Kopfschmerzen, Appetitverlust, Gewichtsabnahme, chronische Müdigkeit, Muskelschwäche, die Bildung von Nierensteinen sowie Wachstumsverzögerungen bei Kindern. Die sicherste und effektivste Methode, den Körper mit Vitamin D zu versorgen, bleibt eine ausgewogene Ernährung, die den Bedarf an zusätzlichen Nahrungsergänzungsmitteln überflüssig macht und gleichzeitig alle essenziellen Nährstoffe in angemessenen Mengen bereitstellt.
Wojciech Wiśniewski

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