Proteinriegel – selbstgemachtes Rezept. Wann ist der beste Zeitpunkt, um Proteinriegel zu essen?
Proteinriegel und -stäbe, gegebenenfalls angereichert, überzogen, beschichtet oder laminiert
Proteinriegel und -stäbe präsentieren sich als Erzeugnisse mit einer vielschichtigen und variablen Rezeptur, die trotz des angepriesenen hohen Proteingehalts häufig eine Reihe umstrittene sowie gesundheitlich bedenkliche Inhaltsstoffe aufweisen. Hierzu zählen vor allem raffinierter Zucker, Glukose-Fruktose-Sirup (HFCS), teilweise gehärtete pflanzliche Fette sowie synthetische Farb- und Konservierungsstoffe. Auffällig ist, dass die Zusammensetzung der meisten als "für Sportler geeignet" oder "zur Gewichtsregulation bestimmt" beworbenen Riegel kaum nennenswerte Unterschiede zu herkömmlichen Süßwaren aus dem Supermarktregal aufweist. Selbst ohne vertiefte ernährungsphysiologische Kenntnisse lässt sich erkennen, dass diese Produkte – aufgrund ihres Gehalts an schnell verstoffwechselbaren Kohlenhydraten und Transfetten – die Fettansammlung begünstigen und metabolische Dysregulationen fördern können.
Dennoch existieren am Markt auch Proteinriegel mit einem günstigeren Nährstoffprofil, die frei von Transfetten, Einfachzuckern und künstlichen Süßstoffen sind. Allerdings basieren selbst diese Varianten oftmals auf pflanzlichen Proteinen – wie Soja-, Weizen- oder anderen Proteinen minderer biologischer Wertigkeit, die als sekundäre Rohstoffe in Bezug auf Verdaulichkeit und Aminosäurekomplettheit gelten. Bemerkenswert ist, dass nur wenige Produkte hochwertige Molkenproteine (WPC/WPI) ohne Zusatz unerwünschter Substanzen enthalten, wobei diese in der Regel deutlich teurer sind als Standardprodukte. Darüber hinaus werden Premium-Riegel häufig mit Polyolen gesüßt – einer Gruppe von Zuckeraustauschstoffen, die in der Lebensmittelindustrie weit verbreitet sind. Zu den Polyolen zählen Sorbit, Mannit, Isomalt, Maltit, Erythrit und Xylit, die sich durch eine um etwa 40 % reduzierte Kalorienzahl, einen niedrigen glykämischen Index (GI) sowie insulinischen Index (II) und einen abweichenden Stoffwechselweg im Vergleich zu Saccharose oder Glukose-Fruktose-Sirup auszeichnen. Obwohl ihr Einsatz Vorteile für Gewichtsmanagement oder Blutzuckerregulation bieten kann, ist zu beachten, dass Polyole von manchen Personen schlecht vertragen werden. Ein übermäßiger Verzehr kann daher zu gastrointestinalen Beschwerden wie Blähungen, Durchfall oder abdominalem Unwohlsein führen.
Der ideale Zeitpunkt für den Verzehr selbstgemachter Proteinriegel – wann lohnt es sich?
Selbstgemachte Proteinriegel – ein einfaches und nährstoffreiches Rezept für zu Hause