Adipositas und depressive Störungen: Wechselwirkungen und gemeinsame Entstehungsmechanismen
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Das moderne Leben unter Dauerzeitdruck, chronischem Stressmangel an Erholungsphasen sowie der Konsum stark verarbeiteter Lebensmittel mit künstlichen Zusatzstoffen stellen erhebliche Risikofaktoren für die öffentliche Gesundheit dar. Klinische Ernährungsberater und Psychodiätetiker betonen seit langem die enge Verknüpfung zwischen Ernährungsmustern und emotionaler Regulation. Bereits zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde ein besorgniserregender Trend des gemeinsamen Auftretens zweier schwerwiegender Erkrankungen beobachtet – Adipositas und depressive Störungen –, die die Lebensqualität der Betroffenen deutlich beeinträchtigen. Zahlreiche epidemiologische Studien deuten auf eine bidirektionale Beziehung hin: Einerseits kann übermäßiges Körpergewicht die Entwicklung depressiver Symptome begünstigen, andererseits fördern Stimmungsstörungen durch Veränderung des Essverhaltens eine unkontrollierte Gewichtszunahme. Beide Krankheitsbilder lösen eine Kaskade somatischer und psychischer Komplikationen aus, und ihre Prävalenz steigt in der Allgemeinbevölkerung kontinuierlich an. Als Reaktion auf erlebte soziale Isolation und akkumulierenden Stress greifen viele Menschen zu energiereichen Snacks – insbesondere zu Süßigkeiten, die während passiver Freizeitbeschäftigungen wie dem Fernsehen konsumiert werden. Fehlende nachhaltige Veränderungen der Essgewohnheiten führen jedoch zu einem wachsenden Gefühl der Hilflosigkeit, das sich mit der Zeit in tiefe Frustration und Hoffnungslosigkeit verwandelt. Der Verlust des Selbstwertgefühls sowie Schwierigkeiten, selbst grundlegende Entscheidungen zu treffen, gelten als zentrale klinische Marker eines depressiven Syndroms und schaffen einen Teufelskreis sich verschlechternder psychischer und physischer Gesundheit.
Depression und Fettleibigkeit sind die Ursachen des Zusammenlebens
McElroy et al. stellten fest, dass Gewichtszunahme eine häufige Komplikation bei der Therapie von Stimmungsstörungen ist einschließlich Depressionen. Diese Komplexität tritt auch im Gegenteil vor. Stimmungsausfälle treten häufig bei Personen auf, die wegen Fettleibigkeit oder Übergewicht behandelt werden. In beiden Fällen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit somatischer Erkrankungen wie Typ II-Diabetes, Koronerkrankheit oder Schlaganfall.
Fettleibigkeit ist die Ursache für Stimmungsstörungen
Übergewicht wurde von der WHO als eine Krankheit bezeichnet, die nicht nur Gewichtszunahme verursacht, sondern auch schwerwiegende Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit hat. Es gibt Probleme mit niedriger körperlicher Stärke, Schwellung, Herzkrankheiten, ein erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen und hormonelle Störungen.
Depression ist die Ursache von Fettleibigkeit
Klassische Symptome von Depressionen umfassen in der Regel Apathie, Passivität, Erschöpfung, Stärkelosigkeit oder Unwillen zu essen. Es wurde jedoch eine Unterart der Depression erwähnte atypische Depression ausgesucht, die mit einem erhöhten Appetit, insbesondere auf einfache Kohlenhydrate, geführt wird. Die Einführung von kalorienreichen Produkten auf der täglichen Ernährung verursacht Tite. Atypische Depression hat auch Schläfrigkeit, schnelles Gefühl von Müdigkeit, und die Stimmung ist normalerweise mäßig reduziert.
Die Behandlung ist therapeutisch
Psychotherapeutische Wirkung ist die Grundlage für die Behandlung von depressiven Erkrankungen. Therapie zielt darauf ab, Selbstbewusstsein zu verbessern, Strategien zur Bewältigung von Stress zu entwickeln, Beziehungen zu Menschen zu erstellen und Selbstwertgefühl wiederzuerlangen. Es ist auch wichtig in komplexen Adipositas-Behandlungsprogrammen, in denen die Ursachen von Übergewicht erkannt werden können, aber auch die notwendige Unterstützung bei der Behandlung von Veränderungen gegeben wird. Obes und Depressionen sind schwere Krankheiten, die sich gegenseitig beeinflussen können.