Wassertherapie - verschiedene Arten von Heilwasser, die bei vielen Krankheiten Linderung verschaffen
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Wassertherapie kann je nach Mineralstoffgehalt bei vielen Krankheiten helfen, wie z.B. Magenkrankheiten, Nierenprobleme oder Diabetes. Diese Wässer sind nicht zum Durstlöschen geeignet und sollten nur nach Anweisung des Arztes verwendet werden.
Therapeutisches Heilwasser mit heilenden Eigenschaften
Wissenschaftliche Studien haben die Existenz von Wasser mit außergewöhnlichen gesundheitlichen Eigenschaften nachgewiesen. Diese Wasserarten stammen aus unterirdischen Quellen, sind frei von chemischen und mikrobiologischen Verunreinigungen, weisen natürliche Schwankungen der physikalischen und chemischen Eigenschaften auf und haben eine Gesamtmineralisierung von mindestens 1000 mg/dm3. Sie können seltene Elemente oder radioaktive Substanzen enthalten und sich durch einzigartige Merkmale wie Temperatur oder Gasgehalte (z.B. Radon, Stickstoff, Methan, Schwefelwasserstoff, Kohlendioxid) auszeichnen, die therapeutische Wirkungen entfalten. In Polen sind heilende Wasser in 72 Kurorten verbreitet, vor allem im Süden des Landes, insbesondere in den Sudeten, Karpaten und dem vorkarpatischen Becken. Sie werden in der Balneologie, zur Abfüllung von Mineralwasser sowie für die Herstellung von Produkten wie Salzen, Lösungen und Schlämmen genutzt.
Arten von Heilwässern
Damit Wasser als Heilwasser eingestuft werden kann, muss es mindestens eines der Kriterien für den Gehalt an mindestens einem der aufgeführten Mineralstoffe erfüllen. Daher unterscheiden wir die folgenden Kategorien von Heilwässern: eisenhaltige Wässer mit mindestens 10 mg/dm³ Fe2+; fluorhaltige Wässer mit mindestens 2,0 mg/dm³ F; jodhaltige Wässer mit mindestens 1,0 mg/dm³ J; schwefelhaltige Wässer mit mindestens 1,0 mg/dm³ H2S, HS-, S2-, S2O32- oder HSO3-; kieselhaltige Wässer mit mindestens 70 mg/dm³ H2SiO3; radonhaltige Wässer mit mindestens 74 Bq/dm³ 222Rn; sowie kohlensäurehaltige Wässer oder Schäumwässer mit mindestens 250-299 mg/dm³ oder 1000 mg/dm³ CO2. Zudem führt die Vielfalt der geologischen Struktur und hydrogeologischen Bedingungen zu einer erheblichen Variabilität der chemischen Zusammensetzung von Heilwässern. Daher unterscheiden wir hauptsächlich chemische Typen wie Hydrogencarbonatwässer, Sulfatwässer, Chloridwässer und Thermalwässer.
Wassertherapie als Heilbehandlungsmethode
Krenotherapie, auch als Trinkkur bekannt, ist eine Therapieform, die die heilenden Eigenschaften von Mineralwasser nutzt und in Heilbädern angewendet wird. Sie wirkt direkt auf den Verdauungstrakt und indirekt auf den gesamten Organismus. Flaschenwasser wird zu Hause als Teil einer ärztlich verordneten Therapie oder als Fortsetzung einer Kur verwendet. Seine chemische Zusammensetzung sollte mit der von Wasser aus lokalen Quellen übereinstimmen. Heilwässer haben einen wesentlichen Einfluss auf die Körperphysiologie, regulieren die Verdauung, den Wasser-Elektrolyt-Haushalt und decken Mineralstoffmängel. Sie können auch die Magensäure regulieren, den pH-Wert des Urins verändern und dessen Ausscheidung beeinflussen. Entscheidend ist die richtige Wahl des Wassers entsprechend der Erkrankung und der empfohlenen Dosis. Beispielsweise sind carbonathaltige und schwefelhaltige Wässer nicht für Menschen mit Herz- oder Nierenproblemen geeignet. Sie sollten bei akuten Entzündungen, Blutungen im Verdauungstrakt oder nach Magenoperationen vermieden werden. Wässer mit hohem Magnesiumgehalt sind für Menschen mit Nervensystemstörungen geeignet, aber ein Überschuss kann für Nierenpatienten schädlich sein. Wässer mit hohem Eisengehalt sind für Menschen mit geschwächtem Immunsystem geeignet, können aber Magenprobleme verursachen. Wässer mit hohem Kalziumgehalt sind für Menschen mit Osteoporose-Risiko geeignet. Heilwässer werden sowohl in Heilbädern als auch in der Flaschenwasserproduktion verwendet. Trotz strenger Sicherheitsvorschriften bei der Gewinnung und Abfüllung können sie natürliche Mineralstoffe mit potenziell toxischen Eigenschaften enthalten.