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Kniegelenkschmerzen und -beschwerden – instabiler Knorpel

Kacper Nowak

Kacper Nowak

2026-03-25
3 Min. Lesezeit
Kniegelenkschmerzen und -beschwerden – instabiler Knorpel
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Normalerweise bewegt sich der Knorpel in der Gelenkgrube des Hüftknochens. Solange der Knorpel im Kniegelenk in der Grube bleibt, kann man sicher gehen, rennen, sitzen, stehen und sich bewegen. Wenn der Knorpel aus der Grube gleitet, beginnen die Beschwerden und oft tritt Schmerz auf.

Instabilität der Patella – Ursachen und Auswirkungen

Die Patella, auch Kniescheibe genannt, befindet sich an der Vorderseite des Knies im Bereich des vierköpfigen Oberschenkelmuskels. Bei Beugungs- oder Streckbewegungen des Beins bewegt sich die Patella nach oben oder unten. Am Ende des Oberschenkelknochens, näher am Kniegelenk, befindet sich eine V-förmige Vertiefung, bekannt als Patellaglen. Unter normalen Bedingungen bewegt sich die Patella reibungslos in dieser Vertiefung, was die Stabilität des Knies gewährleistet. Allerdings kann es bei einer unregelmäßigen, zu flachen Vertiefung oder bei muskulären Dysfunktionen zu Störungen des Patellofemoralen Rhythmus kommen, was zu einer teilweisen oder vollständigen Verlagerung der Patella führt.

Erkennung (charakteristische Anzeichen)

Zu den primären Anzeichen einer Patellainstabilität zählen: – direkte Verletzungen der Patella im seitlichen Kniebereich; – Blockaden des Knies während Bewegungen; – Schmerzen im vorderen Kniebereich, die sich bei körperlicher Aktivität verstärken; – Unbehagen beim Sitzen; – eingeschränkte Beweglichkeit; – begleitende Geräusche wie Knirschen, Knacken oder Sprünge während der Bewegung; – Schwellungen. Während der körperlichen Untersuchung führt der Arzt oder Physiotherapeut eine detaillierte Anamnese durch, um die Diagnose zu stellen und mögliche Funktionsstörungen im Patellofemoralgelenk zu erkennen. Es muss geprüft werden, ob seitliche Dislokationen der Patella auftreten und ob sie korrekt stabilisiert wird. Zur Sicherung der Diagnose sind bildgebende Verfahren wie Röntgen, MRT oder Ultraschall erforderlich. Zudem ist es entscheidend, andere mögliche Schmerzursachen auszuschließen, wie z. B. Schäden an Knorpel oder Bändern.

Therapie bei instabiler Patella

Bei einer Patellaluxation, also einer vollständigen Verlagerung der Kniescheibe aus der Gleitrinne, ist zunächst eine Reposition erforderlich. Manchmal erfolgt dies spontan, in anderen Fällen muss die Kniescheibe jedoch manuell zurückgesetzt werden. Solche Luxationen führen häufig zu Schäden an der Rückseite der Patella sowie am distalen Ende des Oberschenkelknochens, was zusätzliche Schmerzen und Entzündungen verursachen kann. In diesen Fällen wird oft eine arthroskopische Behandlung empfohlen. Bei den meisten Fällen von Patellainstabilität ist nach Diagnose eines muskulären Ungleichgewichts im Kniebereich eine Entspannung der überdehnten Muskeln und eine Stärkung der geschwächten Muskeln notwendig. Am häufigsten betroffen sind der vierköpfige Oberschenkelmuskel, der ischio-crurale Muskel sowie das ilio-tibiale Band. Die Stärkung konzentriert sich vor allem auf den medialen Kopf des vierköpfigen Oberschenkelmuskels, der eine entscheidende Rolle für die Stabilität der Kniescheibe spielt. Übungen sollen die korrekte Bewegung im Patellofemoralgelenk wiederherstellen. Oft wird Radfahren als Teil der Therapie empfohlen. In manchen Fällen wird eine Orthese zur Stabilisierung und Zentrierung der Kniescheibe verwendet. Ziel der Behandlung ist die Rückkehr zur normalen Aktivität innerhalb von 1 bis 3 Monaten. Eine chronische Knieinstabilität kann operativ behandelt werden. Je nach Problem wird die Kniescheibe in der korrekten Gleitrinne stabilisiert oder Gewebe, die die Bewegung behindern, werden gelöst.
Kacper Nowak

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