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Wie schützt man das Herz bei der Gesundheitsvorsorge?

Mateusz Pawlak

Mateusz Pawlak

2026-03-18
3 Min. Lesezeit
Wie schützt man das Herz bei der Gesundheitsvorsorge?
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Nur wenige Menschen in jungen Jahren widmen ihrer Herzpflege Aufmerksamkeit, doch die Statistiken sind verblüffend - bereits jeder zweite Mensch über 65 Jahre in Polen hat Probleme.

Die Bedeutung von Selen für die Aufrechterhaltung einer gesunden Herz-Kreislauf-Funktion

Selen zählt zu den essentiellen Spurenelementen, die eine zentrale Rolle für die Aufrechterhaltung der kardiovaskulären Gesundheit spielen. Ein Mangel an diesem Mikronährstoff kann schwerwiegende Folgen haben, darunter Herzrhythmusstörungen, eine Schwächung des Herzmuskels sowie eine beschleunigte Entwicklung von Arteriosklerose. Epidemiologische Studien belegen, dass Populationen mit niedrigen Selenspiegeln im Blut ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkte oder Herzinsuffizienz aufweisen.

Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist Selen ein relativ selten vorkommendes Element in der täglichen Ernährung, was eine bewusste Planung der Nahrungsaufnahme erfordert. Laut Angaben des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung beträgt der durchschnittliche tägliche Bedarf eines Erwachsenen an Selen etwa 45 Mikrogramm. Dieser Wert kann jedoch je nach individuellen Faktoren wie Alter, Geschlecht, physiologischem Zustand (z. B. Schwangerschaft, Stillzeit) oder körperlicher Aktivität variieren. Besonders hervorzuheben ist die antioxidative Wirkung von Selen, das Zellen vor oxidativem Stress schützt – ein Mechanismus, der für die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen von entscheidender Bedeutung ist.

Die konzentrierteste natürliche Quelle für Selen in der Ernährung ist Fisch, insbesondere der atlantische Lachs, der in 100 Gramm Fleisch bis zu 32 µg dieses Spurenelements enthält. Weitere Lebensmittel, die wesentlich zur Deckung des täglichen Bedarfs beitragen können, sind Hühnerier (vor allem aus ökologischer Haltung), hochprozentiges Kakaopulver, ungerösteter Buchweizen, gereifter fettreicher Hartkäse sowie polierter weißer Reis. Geringere, aber dennoch relevante Mengen an Selen finden sich in Produkten wie Zartbitterschokolade (mit einem Kakaoanteil von mindestens 70 %), Blattspinat, Walnüssen, Vollmilch, Tomaten, Bananen, Naturjoghurt ohne Zusatzstoffe und Zitrusfrüchten wie Orangen, Mandarinen und Grapefruits. Es ist wichtig zu beachten, dass die Bioverfügbarkeit von Selen aus tierischen Produkten in der Regel höher ist als aus pflanzlichen Quellen, was auf die unterschiedlichen chemischen Bindungsformen dieses Elements zurückzuführen ist.

Falls die Ernährung nicht ausreichend Selen liefert, kann eine Supplementierung in Betracht gezogen werden. Diese sollte jedoch unter ärztlicher oder ernährungswissenschaftlicher Aufsicht erfolgen, da sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss an Selen negative gesundheitliche Auswirkungen haben können. Eine Überdosierung von Selen kann zu einer sogenannten Selenose führen, die sich durch Symptome wie brüchige Nägel, Haarausfall, neurologische Störungen und gastrointestinale Beschwerden äußert. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, ein Gleichgewicht zu wahren und die Seleniumaufnahme an die individuellen Bedürfnisse des Körpers anzupassen.

Präventive Wirkung von Knoblauch bei kardiovaskulären Erkrankungen: klinische Evidenz und biologische Mechanismen

Ein zentraler Risikofaktor für die Entstehung kardiovaskulärer Erkrankungen stellt die übermäßige Ansammlung von Fettgewebe im Körper dar, was die Entwicklung arteriosklerotischer Veränderungen begünstigt – der Haupttodesursache in hochentwickelten Industrienationen. Wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass der regelmäßige Verzehr von Knoblauch (*Allium sativum*) das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse signifikant senken kann. Diese These wird durch die Ergebnisse einer dreijährigen randomisierten klinischen Studie gestützt, die unter der Leitung von Prof. Arun Bordiya – einem renommierten indischen Kardiologen – durchgeführt wurde. Die Studie umfasste über vierhundert Patienten mit einer Vorgeschichte von Myokardinfarkten, die in zwei Kohorten unterteilt wurden: eine Interventionsgruppe (täglicher Verzehr von 2–3 Knoblauchzehen) und eine Kontrollgruppe (Beibehaltung der bestehenden Ernährungsgewohnheiten ohne Änderungen). Die Datenanalyse zeigte, dass in der aktiv mit Knoblauch supplementierten Gruppe das Rezidivrisiko für einen Herzinfarkt um 60 % im Vergleich zur Kontrollgruppe sank. Dieser Effekt ist auf das Vorhandensein von Allicin zurückzuführen – einer bioaktiven Schwefelverbindung, die nachweislich die Lipidkonzentration im Blut reduziert. Obwohl Allicin auch in pharmazeutischer Form als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich ist, legen Studien nahe, dass seine Bioverfügbarkeit bei natürlichem Knoblauchverzehr im Rahmen der Ernährung deutlich höher ist.

Salzreduktion als zentraler Bestandteil der kardiovaskulären Präventionsstrategie

Bluthochdruck, oft als "stiller Killer" bezeichnet, bleibt einer der Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen weltweit. Seine Entstehung ist eng mit dem chronisch übermäßigen Verzehr von Speisesalz verbunden, dessen Hauptwirkstoff Natrium ist. Der zugrundeliegende Mechanismus beruht auf der Wasserretention im Körper, die zu einer Erhöhung des zirkulierenden Blutvolumens und folglich zu einem Anstieg des Blutdrucks führt. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation könnte eine Reduzierung des durchschnittlichen Salzkonsums um nur drei Gramm pro Tag jährlich Millionen vorzeitiger Todesfälle verhindern.

Das Problem des übermäßigen Salzkonsums betrifft insbesondere hochindustrialisierte Gesellschaften, in denen die Ernährung reich an verarbeiteten Lebensmitteln ist. Produkte wie Instant-Suppen, Chips, Fast Food oder Tiefkühlgerichte enthalten oft versteckte Natriummengen, die in einer einzigen Portion bereits bis zu 75 % des täglichen Bedarfs decken können. Noch problematischer ist, dass der regelmäßige Verzehr natriumreicher Lebensmittel zu einer Anpassung der Geschmacksknospen führt, wodurch natürliche, wenig verarbeitete Lebensmittel fade und unattraktiv erscheinen. Dies erschwert die Umstellung auf gesündere Ernährungsgewohnheiten zusätzlich.

Experten betonen, dass eine salzarme Ernährung nicht zwangsläufig mit einem Verlust an Geschmack einhergehen muss. Alternative Gewürze wie frische Kräuter (Basilikum, Oregano, Thymian), Knoblauch, Zitrone oder verschiedene Gewürzmischungen können Salz effektiv ersetzen und den Gerichten Tiefe verleihen, ohne negative gesundheitliche Folgen. Wichtig ist auch eine schrittweise Reduzierung der Salzmenge – Studien zeigen, dass die Geschmacksknospen etwa 4–6 Wochen benötigen, um sich an weniger salzige Aromen zu gewöhnen, was den Prozess langfristig erleichtert.

Im Rahmen der kardiovaskulären Prävention kommt der Verbraucheraufklärung eine zentrale Rolle zu. Das Lesen von Lebensmitteletiketten hinsichtlich des Natriumgehalts (häufig versteckt unter Bezeichnungen wie Natriumglutamat, Natriumcarbonat oder Dinatriumphosphat) ermöglicht bewusste Kaufentscheidungen. Öffentliche Gesundheitsorganisationen empfehlen, die tägliche Natriumzufuhr auf 2000 mg zu begrenzen, was etwa fünf Gramm Salz entspricht. In der Praxis bedeutet dies nicht nur den Verzicht auf den Salztstreuer, sondern auch die Reduzierung des Verzehrs verarbeiteter Lebensmittel zugunsten frischer, minimal verarbeiteter Produkte.

Es ist erwähnenswert, dass die Vorteile einer salzarmen Ernährung über die bloße Blutdruckkontrolle hinausgehen. Studien deuten darauf hin, dass eine reduzierte Natriumzufuhr auch das Risiko für Nierensteine, Osteoporose und bestimmte gastrointestinale Krebserkrankungen verringern kann. Darüber hinaus fördert eine natriumarme Ernährung den Erhalt des Elektrolytgleichgewichts, was besonders für ältere Menschen und Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen von Bedeutung ist. Angesichts dieser Erkenntnisse sollte die bewusste Reduzierung des Salzkonsums nicht als vorübergehende Maßnahme, sondern als dauerhafter Bestandteil eines gesunden Lebensstils betrachtet werden.

Gesundheitsfördernde Alternativprodukte für eine ausgewogene Ernährungsweise

Fernsehwerbespots propagieren häufig den Ersatz von traditioneller Butter durch pflanzliche Margarineprodukte, indem sie diese als gesündere Alternative darstellen. Allerdings herrscht in der medizinischen Fachwelt keine Einigkeit über diese Empfehlung. Aktuelle wissenschaftliche Metaanalysen deuten auf einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem regelmäßigen Verzehr von Margarine und einem erhöhten Risiko für die Entstehung maligner Tumore hin. Die vernünftigste Strategie besteht darin, den Butterkonsum im täglichen Speiseplan gezielt zu reduzieren. Eine vielversprechende Alternative stellt Avocadobutter dar, die reich an einfach ungesättigten Fettsäuren ist und keine schädlichen Transfette enthält. Eine herzgesunde Ernährung sollte raffinierte Pflanzenöle sowie tierisches Schmalz meiden und stattdessen hochwertige pflanzliche Fette bevorzugen – insbesondere natives Olivenöl extra oder kaltgepresstes Rapsöl. Darüber hinaus wird empfohlen, anstelle des klassischen Bratens schonende Garmethoden anzuwenden, die die Oxidation von Fetten minimieren, wie etwa Dämpfen, Foliengaren oder Grillen auf dem Rost.

Körperliche Aktivität als zentraler Baustein für ein leistungsfähiges Herz-Kreislauf-System

Regelmäßige körperliche Betätigung gilt als die wirksamste Maßnahme zur Vorbeugung und unterstützenden Behandlung von Herzerkrankungen. Sportliche Aktivitäten tragen nachweislich zur Senkung des Blutdrucks bei, reduzieren den Gehalt an Blutfetten – insbesondere die schädliche LDL-Cholesterin-Fraktion – und fördern eine stabile Herzfrequenz. Darüber hinaus steigern Bewegungseinheiten die Elastizität der Gefäßwände, unterstützen Stoffwechselprozesse, die ein gesundes Körpergewicht begünstigen, und mildern die schädlichen Auswirkungen von chronischem Stress. Fachleute empfehlen vor allem moderat intensive Aktivitäten wie zügiges Gehen (einschließlich Nordic Walking), Freizeitradfahren, gelenkschonende Aerobic-Übungen oder längere, zügige Spaziergänge, um optimale Effekte für das Herz-Kreislauf-System zu erzielen. Wissenschaftliche Übersichtsarbeiten bestätigen übereinstimmend, dass körperliche Inaktivität das Risiko, einen akuten Herzinfarkt zu erleiden, um mindestens dreißig Prozent im Vergleich zu körperlich aktiven Personen erhöht.
Mateusz Pawlak

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