Vitamine: Einteilung, Quellen und Funktionen
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Vitamine sind ein unverzichtbarer Bestandteil für den menschlichen Körper und beeinflussen sein Wachstum, seine Entwicklung und sein Wohlbefinden. In den meisten Fällen handelt es sich um Verbindungen externer Herkunft, die durch geeignete Lebensmittel zugeführt werden müssen. Ein Mangel an Vitaminen, bekannt als Avitaminose, verursacht eine Vielzahl von Krankheiten, die aus Störungen der inneren Prozesse des Körpers resultieren. Ist es möglich, die erforderlichen Mengen an Vitaminen durch eine ausgewogene Ernährung bereitzustellen? Gegen welche Faktoren schützen sie speziell? In welchen Produkten können die verschiedenen Arten von Vitaminen gefunden werden?
Einteilung von Vitaminen
Vitamine werden gemäß ihren physikalischen Eigenschaften, wie z.B. Löslichkeit, kategorisiert. Dazu gehören: – wasserlösliche Vitamine: B1 (Tiamin), B2 (Riboflavin), B3 (Niacin), B5 (Pantothensäure), B6 (Pyridoxin), B12 (Cyanocobalamin), C (Ascorbinsäure), Biotin, Folsäure; – fettlösliche Vitamine: A (Retinol und seine Derivate), D (Cholecalciferol), E (Tocopherol), K (Phylochinon). Es wird angenommen, dass der menschliche Körper in der Lage ist, fettlösliche Vitamine hauptsächlich in der Leber zu speichern. Bei einer übermäßigen Zufuhr kann es zu Hypovitaminosen mit toxischem Einfluss auf den Körper kommen. Im Gegensatz dazu werden überschüssige wasserlösliche Vitamine über den Urin ausgeschieden, so dass eine ausreichende Zufuhr über die Ernährung sichergestellt werden muss. Vitamine können auch nach ihrer Struktur geordnet werden. Alle Vitamine der B-Gruppe enthalten ein Stickstoffmolekül und werden daher als Stickstoffverbindungen eingestuft, während alle anderen Vitamine als stickstofffrei gelten.
Aufgaben, die Vitamine ausführen
Der Begriff 'Vitamin' wurde 1911 von dem polnischen Wissenschaftler Kazimierz Funk eingeführt. Der Name entstand aus einer Kombination der beiden Wörter vita (Leben) und amina (eine Substanz mit einem basischen Charakter). Dieser polnische Wissenschaftler entdeckte und benannte Vitamin B1, das bei der Bekämpfung der Beri-Beri-Krankheit, die aus Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels resultiert und Nerven- und Muskelgewebe beeinträchtigt, unentbehrlich ist. Dies zeigt, wie unersetzlich Vitamine für Leben und Gesundheit sind. Fettlösliche Vitamine sind hydrophobe und polare Moleküle, deren Struktur und Eigenschaften die Erfüllung ihrer Funktionen im Körper beeinflussen, darunter die Regulierung des Calcium-Phosphor-Stoffwechsels und des Blutgerinnungsprozesses. Sie sind unverzichtbar für den Sehprozess und das Wachstum von Epithelgewebe. Wasserlösliche Vitamine hingegen sind Koenzyme oder Kofaktoren vieler Stoffwechselprozesse und beteiligen sich am Protein-, Fett-, Kohlenhydrat- und Mineralstoffwechsel.
Die Quelle der Nährstoffe
Nährstoffe sind in pflanzlichen und tierischen Produkten zu finden. Meeresfische enthalten viel Vitamin A und D, während Walnüsse und Pflanzenöle eine gute Quelle für Vitamin E sind. Vitamin K kommt in grünen, feuchten Gemüsezubereitungen und Eigelb vor. Vollkornprodukte, Leber und Hefe sind reich an Vitamin B. Vitamin C, das antioxidative Eigenschaften besitzt, findet man in Zitronen, Rotpfeffer und wildem Reis. Eine abwechslungsreiche und farbenfrohe Diät, die auf frischen Produkten basiert, kann dem Körper alle notwendigen Nährstoffe liefern.
Notwendigkeit des Körpers an Vitaminen
Der Bedarf des Körpers an Vitaminen ist sehr unterschiedlich und hängt von seinem physiologischen Zustand, seinem Alter, seinem Geschlecht und seinem körperlichen Engagement ab. Wie bereits erwähnt, sind Vitamine Substanzen, die von außen zugeführt werden müssen. Unter bestimmten physiologischen Bedingungen kann der menschliche Körper jedoch einige von ihnen aus Provitaminen synthetisieren. Dazu gehören Vitamin A, das aus Karotinoiden synthetisiert wird, Vitamin D3, das aus 7-Dehydrocholesterol gebildet wird, und Vitamin PP, das als Ableitung von Tryptophan entsteht. Die in den Verdauungstrakt einwandernde Bakterienflora kann einige Vitamine der B-Gruppe sowie Vitamin K synthetisieren.
Wissenssammlung über Vitamine – Tabelle
Tabelle 2. Vitaminbedarf, Funktionen von Vitaminen im Körper Eigenständige Zusammenstellung auf der Grundlage: Ernährungsnormen für die Bevölkerung Polens, hrsg. Jarosza M., Warschau 2017. Obwohl Vitamine keine Energiequelle für den Körper sind und kein Baustoff, sind sie unerlässlich für die ordnungsgemäße Funktion. Eine einseitige Ernährung, Stress und übermäßige körperliche Betätigung können zu einer Schwächung des Körpers aufgrund eines Mangels an den erforderlichen Vitaminmengen führen. Es ist von entscheidender Bedeutung, so viele Lebensmittel wie möglich in die Ernährung aufzunehmen, die einzelne Vitamine enthalten. Dank dessen kann man sich über viele Jahre hinweg über gute Gesundheit und Lebenskraft freuen.
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