Vitamin A, auch bekannt als Retinol, Beta-Carotin, Axarophtol und Pro-Vitamin A
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Vitamin A ist eines der ersten entdeckten Vitamine. Seine Defizienz war bereits im alten Ägypten, Griechenland und Rom bekannt (z.B. Blindheit oder Sonnenblindheit). Es ist für den Sehprozess unerlässlich, aber es stärkt auch das Immunsystem und verhindert Infektionen. Es hilft, Bakterien und Viren zu bekämpfen. Es hat auch einen positiven Einfluss auf die Glättung und Nährung der Haut. Es lässt Haare und Nägel gesund aussehen. Vitamin A ist auch ein Antioxidans, was bedeutet, dass es freie Radikale bekämpft.
Eigenschaften von Vitamin A
Vitamin A hat einen bedeutenden Einfluss auf das Sehvermögen, da es ein Bestandteil von Rhodopsin ist, dem lichtempfindlichen Farbstoff der Netzhaut des Auges, der das Sehen im Dunkeln ermöglicht. Ohne dieses Vitamin wäre der Stoffwechsel von Proteinen und Steroidhormonen unmöglich. Es ist an der ordnungsgemäßen Funktion von Zellwachstumsprozessen und an der Differenzierung von Körperzellen beteiligt, insbesondere an Epithelzellen und Knochengewebe. Vitamin A ist auch für die Gesundheit von Knochen und Zähnen unerlässlich. Es hat einen sehr breiten Wirkungsbereich und ist ein wirksames Mittel gegen Pigmentflecken, Narben, kleine Wunden und Blutergüsse. Darüber hinaus wurde nachgewiesen, dass es Falten vorbeugt, weshalb es in Anti-Falten-Kosmetika enthalten ist. Der menschliche Körper kann große Mengen an Vitamin A speichern, kann es jedoch auch schnell verlieren. Vitamin A ist fettlöslich, daher ist es wichtig, es zusammen mit verschiedenen Arten von Fetten zu sich zu nehmen. Es hilft, ein attraktives Aussehen zu bewahren und kann bei der Bekämpfung von Akne und Haarausfall helfen. Es verfügt über antioxidative Eigenschaften und schützt die Zellen vor den schädlichen Auswirkungen freier Radikale. Es unterstützt auch das Immunsystem. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass Studien zeigen, dass hohe Dosen an synthetischem β-Karotin sowohl bei Rauchern als auch bei Labortieren, die Zigarettenrauch ausgesetzt waren, eine erhöhte Häufigkeit von Lungenkrebs verursachen. Daher, wenn auf der Verpackung eines Produkts angegeben ist, dass es Vitamin A enthält, ist es in der Regel entweder synthetisch oder in Form eines Provitamins, das in Vitamin A umgewandelt werden kann.
Ursachen und Folgen von Mangelerscheinungen
Viele Menschen glauben, dass Karotten eine gute Quelle für Vitamin A sind, was nicht stimmt. In Wirklichkeit enthalten Karotten Betakarotin, auch bekannt als Provitamin A, das der Körper in Vitamin A umwandeln muss. Leider wird Betakarotin nur zu 20-50% absorbiert und nicht in einem Verhältnis von 1:1 umgewandelt, sondern etwa 1:6 bis 1:48. Ein Vitamin A-Mangel kann bei Menschen mit Diabetes und Menschen mit Problemen mit der Schilddrüsenfunktion auftreten. Auch Menschen, die ihre Gallenblase entfernt haben, können Probleme mit einem Mangel an Vitamin A haben. Defizite können auch während längerer Fastenperioden oder bei längerem Verzehr einer fettarmen oder fettfreien Diät auftreten. Symptome eines Vitamin A-Mangels können auch bei einem Mangel an Zink auftreten, der für den Transport von Vitamin A im Körper unerlässlich ist. Symptome eines Mangels an Vitamin A umfassen brüchige und spröde Nägel, trockene und spröde Haare, raue und trockene Haut, Hautausschläge, verminderte Appetit, Müdigkeit, erhöhte Anfälligkeit für Infektionen und Sehstörungen. Im Falle von Sehstörungen ist es erwähnenswert, dass ein Mangel an Vitamin A zu einer Degeneration der Tränendrüsen führen kann, die sich durch unzureichende Tränenproduktion und Trockenheit der Hornhaut äußert. Dies kann letztendlich zu Blindheit führen. Diabetiker, bei denen Wunden langsamer heilen, sollten sich daran erinnern, dass ein Mangel an Vitamin A zu einer langsameren Heilung von Wunden führen kann. Es kann auch zu Unfruchtbarkeitsstörungen und einem erhöhten Risiko für Mund-, Rachen- und Lungenkrebs bei Rauchern kommen.
Ergebnisse des übermäßigen Verzehrs von Vitamin A
Es sollte beachtet werden, dass ein Überschuss an Vitamin A Hypervitaminose verursachen kann. Dies kann sich als Reizungen und Verdauungsstörungen wie Erbrechen, Appetitlosigkeit oder Übelkeit manifestieren. Es kann auch zu Verfärbungen der Haut und einer gefährlichen Vergrößerung von Leber und Milz führen. Darüber hinaus kann eine übermäßige Menge an Vitamin A zu Haarausfall, Juckreiz und trockener Haut führen.
Wo kann man Vitamin A auffinden?
Vitamin A und Provitamin A sind in einer Vielzahl von Lebensmitteln enthalten, darunter: Schweineleber, Meeresfische und Öl daraus, Hühnereiern, insbesondere dem Eigelb, fetten Käsesorten wie Subkutankäse und Braunkäse, Karotten, Salat, Spinat, Kürbis, Chicorée, Petersilienblättern, Getreidekörnern, Brokkoli, Tomaten, Mais, Porridge und Himbeeren. Es ist wichtig zu beachten, dass Vitamin A zusammen mit Fetten konsumiert werden sollte, da es fettlöslich ist. In Ländern, in denen Reis der Hauptbestandteil der Ernährung ist, wird Vitamin A in geringen Mengen zugeführt, was zu Mangelerscheinungen führen kann. Daher wurde ein spezieller Reis, der sogenannte 'Goldreis', entwickelt, der Gene aus Mais enthält, die Provitamin A kodieren, um dessen Verfügbarkeit zu erhöhen. Schließlich werden die allgemeinen Richtlinien zum Verzehr von Vitamin A dargestellt.