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Verpflegung für weite und kurze Wanderungen

David Janitzek

David Janitzek

2026-03-21
1 Min. Lesezeit
Verpflegung für weite und kurze Wanderungen
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Die nahenden warmen Tage ermutigen uns, lange und kürzere Ausflüge zu planen. Was können wir an Nahrung mitnehmen, um die Unannehmlichkeiten zu vermeiden, die durch langes Aufhalten in den Verkehrsmitteln verursacht werden?

Ernährungsrichtlinien für Reisende: Wie man Verdauungsbeschwerden unterwegs vermeidet

Die sogenannte Reisekrankheit, medizinisch als Kinetose bezeichnet, ist ein weitverbreitetes Problem unter Reisenden, unabhängig davon, ob sie mit dem Auto, dem Schiff oder anderen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Schwindel oder übermäßiges Schwitzen können den Reisekomfort erheblich beeinträchtigen und in extremen Fällen sogar zur Unterbrechung der Reise führen. Zwar gibt es zahlreiche pharmazeutische Präparate, die diese Beschwerden lindern können, doch eine gezielt zusammengestellte Ernährung kann sowohl als wirksame Ergänzung zur medikamentösen Therapie als auch als Alternative für Personen dienen, die auf Arzneimittel verzichten möchten. Ein zentraler Aspekt ist die Einnahme einer Mahlzeit etwa 2–3 Stunden vor der geplanten Abreise. Diese sollte leicht verdaulich sein, wenig Fett enthalten und keine Inhaltsstoffe aufweisen, die die Magenschleimhaut reizen könnten. Ideal sind gedünstetes Gemüse, mageres Eiweiß (z. B. gedämpfte Hähnchenbrust) sowie komplexe Kohlenhydrate wie Vollkornreis oder Grieß. Vermeiden sollte man frittierte, schwer verdauliche Speisen und Milchprodukte, da diese die Symptome der Reisekrankheit verschlimmern können.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Nutzung natürlicher Hilfsmittel, wobei Ingwer eine herausragende Rolle spielt. Studien bestätigen, dass der regelmäßige Konsum von Ingwer – sei es als Tee, in Kapselform oder als frische Wurzel – die Intensität von Übelkeit um bis zu 30–50 % reduzieren kann. Ähnliche Wirkungen zeigen auch Pfefferminze (als Aufguss) und Kreuzkümmel, der zusätzlich die Verdauung fördert. Während der Reise selbst ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr entscheidend – am besten eignet sich stilles Wasser oder isotonische Getränke bei langen Fahrten. Kaffee und Alkohol sollten gemieden werden, da sie die Dehydrierung verstärken und das Wohlbefinden weiter verschlechtern können. Praktisch sind auch leichte Snacks wie Bananen, Mandeln oder Vollkorncracker, die den Blutzuckerspiegel stabil halten und plötzliche Energietiefs verhindern.

Auch Personen, die nicht unter Reisekrankheit leiden, sollten während der Reise auf ihre Ernährung achten. Langes Sitzen in derselben Position, begrenzter Zugang zu frischer Luft und Reise-stress können sich negativ auf das Verdauungssystem auswirken. Um Blähungen, Verstopfung oder Sodbrennen vorzubeugen, sollten einige grundlegende Regeln beachtet werden. Erstens: Vermeiden Sie stark verarbeitete Lebensmittel mit künstlichen Zusätzen, Konservierungsstoffen und hohem Salzgehalt. Zweitens: Bevorzugen Sie ballaststoffreiche Mahlzeiten, die die Darmtätigkeit regulieren – hier eignen sich Früchte (insbesondere Äpfel und Birnen), Gemüse (Karotten, Rote Bete) und Vollkornprodukte. Drittens: Achten Sie auf regelmäßige Mahlzeiten – selbst bei langen Reisen ist es ratsam, alle 3–4 Stunden eine kleine Portion zu essen, um den Stoffwechsel aktiv zu halten. Bei Pausen sollten Fast-Food-Produkte durch selbst zubereitete Sandwiches aus Vollkornbrot mit Salat und magerem Fleisch ersetzt werden.

Besondere Aufmerksamkeit sollte der Hygiene der verzehrten Lebensmittel gelten. Besonders auf Reisen in exotische Länder ist das Risiko einer Lebensmittelvergiftung deutlich erhöht. Daher sollten rohe Produkte (z. B. unpasteurisierte Milchprodukte, Meeresfrüchte) sowie Speisen aus unsicheren Quellen wie Straßenverkäufern gemieden werden. Trinkwasser sollte abgefüllt und auf Qualität geprüft sein – in Ländern mit niedrigen hygienischen Standards ist es ratsam, ausschließlich abgekochtes Wasser oder Flaschenwasser aus vertrauenswürdigen Geschäften zu trinken. Die Einhaltung dieser Richtlinien schützt nicht nur vor unangenehmen Beschwerden, sondern ermöglicht es auch, die Reise ohne gesundheitliche Bedenken in vollem Umfang zu genießen.

David Janitzek

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