Tryptophan - ein unverzichtbarer Bestandteil der Ernährung für das Nervensystem
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Wir haben uns mehrmals mit dem Thema exogene Aminosäuren befasst, also Verbindungen, die nicht in der Lage sind, sich selbst in unserem Körper zu synthetisieren. In diesem Artikel befassen wir uns mit einer weiteren dieser Aminosäuren, Tryptophan, das häufig in vielen Nahrungsergänzungsmitteln enthalten ist, die darauf abzielen, die Funktion des Nervensystems zu verbessern und Entspannung und Stresslinderung zu erleichtern.
Was ist ein Tryptophan?
Tryptophan ist einer der proteinogenen Aminosäuren und gehört zu einer Gruppe von lebensnotwendigen Verbindungen. Das bedeutet, dass der menschliche Körper nicht in der Lage ist, diese Substanz selbst herzustellen, und sie muss mit der Nahrung aufgenommen werden. In menschlichen Körpern ist Tryptophan ein Bestandteil von Proteinmolekülen im Blut oder in der Milch. Die Hauptquellen dieses Aminokwasers sind getrocknete Eier, Spirulina, mageres Kabeljau-Fleisch, Sojabohnen, Kürbiskerne und Parmesankäse.
Die Eigenschaften von Tryptophan
L-Tryptophan, einer der essenziellen exogenen Aminosäuren, spielt eine entscheidende Rolle bei der Funktion des menschlichen Körpers. Seine Hauptaufgabe besteht darin, bei der Umwandlung eines der Neurotransmitter, Serotonin, mitzuwirken, das als 'Glücksverbindung' bekannt ist. Dieses Hormon, ähnlich wie Dopamin, hat eine regulierende und beruhigende Wirkung auf hohe Spannungen im Nervensystem. Darüber hinaus verbessert Tryptophan den Fluss von Nerveninformationen, was die Konzentration verbessert. Eine Erhöhung des Serotoninspiegels führt zu einer deutlichen Veränderung der Stimmung und einem Anstieg der Motivation. Außerdem ist Tryptophan ein wichtiger Bestandteil bei der Umwandlung von Tryptamin, dessen einige Derivate als Schmerzmittel eingesetzt werden. Der Einfluss von Tryptophan auf das Körpergewicht ist ebenfalls von Bedeutung. Ein niedriger Serotoninspiegel im Körper führt zu einem Anstieg des Verlangens nach kohlenhydratreichen Lebensmitteln. Eine regelmäßige Einnahme von Tryptophan kann gefährlichen Anfällen von Heißhunger vorbeugen und helfen, den Appetit und das Verlangen nach Süßigkeiten zu unterdrücken. Forschungen zeigen, dass Tryptophan auch an vielen anderen physiologischen Prozessen im menschlichen Körper beteiligt ist.
Zufuhr von Tryptophan
Tryptophan, als Aminosäure, war wiederholt Gegenstand von wissenschaftlichen Untersuchungen, was uns ermöglicht, Richtlinien zur Bestimmung seiner täglichen Dosis zu haben. Erwachsene sollten regelmäßig mindestens 0,5 Gramm pro Tag einnehmen. Diese Menge stellt die Mindestmenge an täglichem Bedarf für Personen mit mittlerer körperlicher Fitness und einem durchschnittlichen Ernährungsmodell dar. Personen, die aktiv Sport treiben oder sich auf spezialisierten Diäten befinden, haben die Möglichkeit, die Basisdosis gemäß ihren eigenen Bedürfnissen zu erhöhen.
Folgen von Mangel und Übermaß
Das Fehlen von endogenem Tryptophan erhöht das Risiko für einen Mangel an dieser Aminosäure in unserer Ernährung. Die häufigsten Ursachen für einen niedrigen Tryptophan-Spiegel sind eine schlechte Ernährung und ein sehr stressiger Lebensstil. Der Hauptgrund für den Mangel ist eine Verschlechterung der Stimmung aufgrund eines verringerten Serotoninspiegels. Eine signifikante Unterversorgung kann zu ernsthaften Störungen führen, wie z.B. Wachstumsstörungen, reduzierte Proteinmenge im Blut, Anämie, Fettleber und Muskelschwund. Es ist wichtig, daran zu denken, dass die Ergänzung von Tryptophan mit Vorsicht erfolgen sollte, da eine Überdosierung dieser Aminosäure zu Überdosierungssymptomen wie Koordinationsstörungen, Kopfschmerzen, Magenproblemen, Mundtrockenheit und Schläfrigkeit führen kann.