Tiefe Venenthrombose - Symptome und häusliche Behandlung, Ernährung bei Thrombosen
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Erkrankungen des Kreislaufsystems sind die Hauptursache für Todesfälle in Polen. Personen mit Risikofaktoren wie hohem Cholesterinspiegel, geringer körperlicher Aktivität, Übergewicht, Rauchen oder unzureichender Ernährung sind besonders gefährdet. Die tiefe Venenthrombose ist eine solche Erkrankung des Blutkreislaufsystems, die wir genauer untersuchen können.
Tiefe Venenthrombose
Die tiefe Venenthrombose ist eine pathologische Erkrankung, bei der sich Blutgerinnsel in den tiefen Venen bilden und den normalen Blutfluss behindern oder blockieren. Sie tritt am häufigsten in den Venen der unteren Extremitäten auf, kann jedoch auch die Beckenvenen oder die oberen Extremitäten betreffen. Diese Gerinnsel schädigen die Gefäßwände und zerstören die Venenklappen. In manchen Fällen können frische Gerinnsel sich ablösen und in die Lungengefäße wandern, wodurch eine Lungenembolie entsteht [1]. In Polen werden jährlich fast 50.000 Fälle dieser Erkrankung diagnostiziert, wobei bei etwa der Hälfte der Patienten eine Lungenembolie auftritt, die für 10% aller Krankenhaussterbefälle verantwortlich ist. Das Risiko steigt mit dem Alter, und 70% der Fälle betreffen Personen über 60 Jahre [2].
Typische Anzeichen einer tiefen Venenthrombose
Die Symptome einer tiefen Venenthrombose (TVT) sind nicht eindeutig. Betroffene klagen häufig über Schmerzen und Schwellungen im betroffenen Bereich, seltener tritt eine Rötung auf. Allerdings können ähnliche Beschwerden auch bei anderen Erkrankungen wie Unterhautentzündung, Muskelverletzungen oder Lymphödemen auftreten. In einigen Fällen verläuft die TVT symptomlos, was zu einer Verzögerung der Behandlung führen kann, wodurch sich das Gerinnsel vergrößert und das Risiko einer Lungenembolie steigt. Aus diesem Grund reicht eine rein körperliche Untersuchung zur Diagnose einer TVT nicht aus. Es müssen spezielle diagnostische Instrumente wie die Wells-Skala verwendet werden, die eine Risikoeinschätzung ermöglichen und den Patienten in eine Gruppe mit niedrigem, mittlerem oder hohem Risiko für eine TVT einordnen.
Therapie der tiefen Venenthrombose
Die Therapie basiert auf der Anwendung von Thrombozytenaggregationshemmern, die darauf abzielen, den Krankheitsverlauf zu stoppen, die Regeneration der geschädigten Endothelschicht zu unterstützen und schwere Komplikationen wie eine Lungenembolie zu verhindern. Bei Verdacht auf Thrombose muss sofort eine Antikoagulationstherapie eingeleitet und die Diagnostik fortgesetzt werden. Am häufigsten werden niedermolekulare und unfraktionierte Heparine eingesetzt. Niedermolekulares Heparin, das durch eine höhere Bioverfügbarkeit, längere Wirkdauer und weniger Nebenwirkungen gekennzeichnet ist, wird als Erstlinienbehandlung empfohlen. Ein weiterer Vorteil ist sein günstiger Preis. Unfraktioniertes Heparin wird häufig bei adipösen Patienten, bei Niereninsuffizienz und bei Bedarf einer schnellen Umkehrung der Antikoagulation, z.B. vor einer Operation, verwendet.
Tiefe Venenverstopfung - häusliche Behandlungsansätze als Unterstützung
Bei einer tiefen Venenthrombose können häusliche Behandlungsmethoden nur als ergänzende Maßnahme zu anderen Therapieformen dienen. Aufgrund der mit dieser Erkrankung verbundenen Risiken ist es bei Verdacht auf Symptome unbedingt erforderlich, einen Arzt aufzusuchen. Wichtig ist, regelmäßig körperlich aktiv zu sein, sofern der Gesundheitszustand des Patienten dies zulässt. Man sollte Situationen vermeiden, die einen längeren Aufenthalt in einer Position erfordern. Zur Vorbeugung von tiefen Venenthrombosen in den unteren Extremitäten werden manchmal physikalische Methoden eingesetzt, die die venöse Durchblutung fördern und das Krankheitsrisiko verringern.
Ernährungsempfehlungen für Personen mit erhöhtem Risiko für tiefe Venenthrombosen
Übergewicht ist ein entscheidender Risikofaktor sowohl für das erste Auftreten von tiefer Venenthrombose als auch für deren Rückfälle. Im Vergleich zu Personen mit normalem Körpergewicht ist das Rückfallrisiko bei Übergewichtigen um etwa 30% erhöht und bei adipösen Menschen sogar um etwa 60% [5]. Daher ist es bei erhöhtem Risiko für tiefe Venenthrombosen von größter Bedeutung, ein gesundes Körpergewicht zu halten. Übergewichtige und adipöse Personen sollten eine Gewichtsreduktionsdiät anwenden, um ein optimales Körpergewicht zu erreichen. In der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielt die Ernährung eine zentrale Rolle. Ballaststoffe, die eine wertvolle Quelle für Ballaststoffe darstellen, stammen aus Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten. Fette sollten etwa 30% des täglichen Energiebedarfs decken. Ein wichtiger Bestandteil der Prävention ist der Verzehr von Meeresfischen, der 2-3 Mal pro Woche empfohlen wird. Der Verzehr von Zucker, insbesondere aus verarbeiteten Lebensmitteln, sollte eingeschränkt werden, da er zur Adipositas führen, den Triglyceridspiegel erhöhen und die Cholesterinsynthese fördern kann. Es ist wichtig, dem Körper ausreichende Mengen an Vitamin C, Flavonoiden, Selen und Vitamin E [6] zuzuführen. Da erhöhte Homocysteinspiegel als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelten, sollte die Ernährung Lebensmittel enthalten, die positiv auf den Homocysteinspiegel wirken. Um den Homocysteinspiegel zu senken, muss auf eine ausreichende Zufuhr von Folsäure sowie der Vitamine B6 und B12 geachtet werden.