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Störungen der Nährstoffabsorption - Symptome, Ursachen, Behandlung, Ernährung

Oliwia Kaczmarek

Oliwia Kaczmarek

2026-03-21
5 Min. Lesezeit
Störungen der Nährstoffabsorption - Symptome, Ursachen, Behandlung, Ernährung
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Laut der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entstehen Störungen der Nährstoffabsorption durch eine Vielzahl von Krankheiten, und ihre Symptome sind aufgrund von Störungen der Absorption von Nährstoffen im Verdauungstrakt vorhanden. Aus Sicht der Bedeutung der Ernährungstherapie sind Morbus Crohn und Laktoseintoleranz die wichtigsten Erkrankungen, die zu Störungen der Nährstoffabsorption führen.

Nährstoffaufnahme-Störungen - ätiologische Faktoren

Nährstoffaufnahme-Störungen sind pathologische Zustände, die durch eine gestörte Aufnahme von Nährstoffen im Verdauungstrakt entstehen. Sie können einzelne oder mehrere Nährstoffe, Wasser oder Elektrolyte betreffen und führen zur Entstehung spezifischer Symptome. Je nach Ausmaß der Störung unterscheidet man zwischen generalisierter Malabsorption (betrifft alle Nährstoffe) und selektiver Malabsorption (betrifft nur bestimmte Substanzen). Klinisch werden diese Störungen in primäre (durch Schleimhautschäden im Dünndarm verursacht) und sekundäre (durch Verdauungsstörungen bedingt) unterteilt. Darüber hinaus werden drei Hauptgruppen von Ursachen unterschieden: A) Darmbezogene Störungen (z. B. Mukoviszidose, Morbus Crohn), B) Membrantransportstörungen (z. B. Oligosaccharidase-Mangel, Zöliakie), C) Erhöhte Darmsekretion (z. B. Lymphgefäßerkrankungen). Zudem können bestimmte Substanzen (Alkohol, Medikamente) die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen.

Manifestationen des Malabsorptionssyndroms

Das Malabsorptionssyndrom äußert sich in vielfältigen Symptomen, die von der Art und Menge der betroffenen Nährstoffe abhängen. Bei Proteinabsorptionsstörungen können Schwellungen, Wachstumsverzögerungen, fortschreitender Abbau des Körpers, Muskelmasseverlust, Schwäche und Immunschwäche aufgrund von Antikörpermangel auftreten. Bei Fettmangelabsorptionsstörungen sind häufige Symptome fettige Durchfälle und Mangel an fettlöslichen Vitaminen – A, D, E, K. Störungen der Kohlenhydratabsorption äußern sich in osmotischer Diarrhoe, Bauchschmerzen, Blähungen, einem Gefühl von Überfüllung im Bauchraum und übermäßigem Gasabgang. Vitamin- oder Mineralstoffmangel können zu megaloblastischer Anämie (Folsäure- und Vitamin-B12-Mangel), mikrozytärer Anämie (Eisenmangel), Pellagra (Vitamin-PP-Mangel) oder Skorbut (Vitamin-C-Mangel) führen. Zudem kann das Malabsorptionssyndrom endokrinologische Störungen verursachen, die Menstruationsstörungen, Impotenz oder Unfruchtbarkeit zur Folge haben. Zu den häufigsten Ursachen gehören Zöliakie und Laktoseintoleranz.

Erkennung von Krankheiten

Bei der Diagnose von ZUW werden besonders die vom Betroffenen beschriebenen Symptome berücksichtigt. Dazu gehören vor allem Erschöpfung, Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit, Schwellungen, Knochenschmerzen, Gelenkschmerzen, Blut im Stuhl oder Muskelbeschwerden. Bei den Patienten können Anzeichen wie Abmagerung, Dehydrierung, Schwellungen und blasse Haut auftreten. Im Rahmen der Diagnostik werden Laboruntersuchungen durchgeführt, um Störungen aufgrund von Vitamin- und Mineralstoffmangel, wie Anämie, Magnesiummangel oder Gerinnungsstörungen, auszuschließen. Zusätzlich werden spezialisierte Tests durchgeführt, um Störungen der Aufnahme von Proteinen, Fetten, Kohlenhydraten oder Gallensalzen zu erkennen. Falls erforderlich, können auch bildgebende Verfahren wie Endoskopie und Radiologie des Dünndarms durchgeführt werden.

Behandlung

Die Behandlung zielt vor allem darauf ab, Substanzen zu vermeiden, die den Zustand des Patienten verschlechtern können. Falls die Ursache von ZUW eine Zöliakie ist, muss Gluten strikt von der Ernährung ausgeschlossen werden, was die Symptome verstärken kann. Bei Laktoseintoleranz wird eine laktosefreie Diät empfohlen. Die Art der Therapie hängt von der spezifischen Erkrankung ab, die die Nährstoffaufnahme beeinträchtigt, und kann je nach Patient variieren. Zusätzlich wird eine symptomatische Behandlung angewendet, die die Regulierung des Wasser- und Elektrolythaushalts sowie die Behandlung von Vitaminmangel umfasst.

Handelt es sich tatsächlich um ein Nährstoffresorptionssyndrom – welche Lebensmittel sind geeignet?

Falls das Nährstoffaufnahme-Syndrom (NUS) durch eine Darmerkrankung verursacht wird, muss Gluten aus der Ernährung gestrichen werden. Glutenhaltige Getreide sind: Roggen, Weizen, Gerste, Hafer und deren Sorten. Die Ernährung von Personen mit NUS sollte der einer gesunden Person ähneln, mit Ausnahme der Glutenbeschränkung. Ersetzt werden kann es durch glutenfreie Getreide wie Mais, Reis, Soja, Hirse, Buchweizen, Tapioka, Amaranth, Maniok, Linsen, Bohnen, Seebarsch, Nüsse sowie verschiedene Fleisch-, Gemüse-, Obst- und Eiersorten. Bei Laktoseintoleranz als Ursache des NUS sollte dieser Bestandteil gemieden werden. Laktose ist enthalten in: Vollmilch, fettreduzierter Milch, Milchpulver, Eiscreme, Sahne, Joghurt, Kefir und Dickmilch. Die Ernährung von Personen mit NUS sollte unabhängig von der Ursache abwechslungsreich und ausgewogen sein, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.
Oliwia Kaczmarek

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