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Stimuliert tatsächlich Yerba Mate, Guarana oder Kaffee am stärksten?

Laura Schneider

Laura Schneider

2026-03-17
5 Min. Lesezeit
Stimuliert tatsächlich Yerba Mate, Guarana oder Kaffee am stärksten?
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Für viele Menschen könnte ein Tag ohne die kleine Morgen-Kaffee-Dosis eine traumatische Erfahrung sein... wenn wir oft eine Portion Energie in flüssiger Form zu uns nehmen, bevor wir uns auf mehrstündige körperliche oder geistige Anstrengungen vorbereiten... jedoch tauschen wir immer häufiger Kaffee gegen Dämpfe aus, die alternative Koffeinarten und eine Reihe weiterer Substanzen enthalten.

Yerba mate: Wirkung und Eigenschaften

Yerba mate wird aus dem immergrünen Paraguay-Grüntee gewonnen, der wild in Südamerika, insbesondere in Paraguay, Argentinien, Chile, Peru und Brasilien, wächst. Die Blätter dieser Pflanze enthalten Theobromin (ein in Schokolade vorkommendes Stimulans) sowie Theophyllin (ein in Grüntee enthaltenes Stimulans), zusätzlich zu einem Komplex aus Vitaminen, Aminosäuren, Mineralstoffen (Magnesium, Kalium, Zink, Chrom) und Antioxidantien in deutlich höheren Mengen als in einigen Grüntees. Regelmäßiger Konsum von Yerba-mate-Aufguss kann die Kreislauffunktion verbessern, den Stoffwechsel unterstützen und die Ansammlung von Milchsäure in den Muskeln verhindern. Viele Yerba-mate-Sorten sind reich an Kalium, das den Wasserhaushalt reguliert und einen gleichmäßigen Herzrhythmus aufrechterhält. Zudem enthält die durchschnittliche Trockenmasse der Blätter 0,7 bis 2% Koffein, was dem Gehalt in Kaffee (1–2,5%) nahekommt. Yerba mate wirkt harntreibend und unterstützt die Entgiftung des Körpers, wobei es starke antioxidative Eigenschaften besitzt, die in zahlreichen Studien bestätigt wurden. Es stimuliert das Nervensystem, verbessert die Konzentration und die Leberfunktion und reduziert die Cholesterinablagerung in den Blutgefäßen, indem es der Oxidation von LDL entgegenwirkt. Zudem schützt es vor Diabetes-Folgen. Allerdings sollte beachtet werden, dass übermäßiger Yerba-mate-Konsum mit der Ansammlung polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) im Körper verbunden sein kann, darunter Benzopyrene mit krebserregenden Eigenschaften. Untersuchungen haben in verschiedenen Yerba-mate-Sorten mindestens 15 PAK-Verbindungen nachgewiesen.

Guarana – Eigenschaften und Wirkung

Guarana ist eine Pflanze, die im Amazonasbecken vorkommt. Sie wirkt anregend und hilft, sowohl körperliche als auch geistige Erschöpfung zu bekämpfen. Der reichhaltige Gehalt an Guarana, Alkaloiden, Theobromin, Theophyllin, Adenin, Terpenen, Tanninen, Stärke, Fetten, Flavonoiden und Saponinen fördert die Konzentration und das Gedächtnis. Die Pflanze ist als natürliches Stimulans und Energielieferant bekannt, und ihre kosmetischen Eigenschaften beruhen auf denselben Inhaltsstoffen, die den Körper bei der Bewältigung von Anstrengungen unterstützen. Darüber hinaus kann Guarana die negativen Auswirkungen von Koffein auf den Kreislauf reduzieren und gleichzeitig die entzündungshemmende Wirkung von Substanzen im Körper verstärken.

Auswirkungen des im Kaffee enthaltenen Koffeins

Kaffee, seit Jahrtausenden bekannt, stammt aus Afrika. Die Araber begannen im 11. Jahrhundert, ihn zu trinken. Das erste Kaffeehaus wurde in Wien gegründet, von dem Polen Jerzy Kulczyński. In Polen eröffnete 1724 in Warschau das erste Kaffeehaus. Koffein im Kaffee beschleunigt den Herzschlag, erhöht kurzzeitig den Blutdruck, weitet die Atemwege und verbessert die Sauerstoffversorgung. Es blockiert Schlafrezeptoren, reduziert Müdigkeit und fördert die Gehirndurchblutung, was die Konzentration steigert. Zudem wirkt Kaffee antiallergisch, indem es die Histaminausschüttung hemmt. Regelmäßiger Konsum senkt das Parkinson-Risiko und stimuliert die Gehirngefäße, sodass mehr Sauerstoff und Nährstoffe zu den Nervenzellen gelangen. Harvard-Forscher bestätigen, dass viel Kaffee das Prostatakrebsrisiko um 20% mindert und Typ-2-Diabetes vorbeugt. Instantkaffee ist jedoch chemisch aufbereitet und enthält keine natürlichen Inhaltsstoffe, daher sollte man ihn meiden. Menschen mit Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Sodbrennen, Glaukom, Geschwüren oder Gastritis sollten keinen Kaffee trinken. Auch bei Nervosität, emotionalen Störungen, psychischen Erkrankungen oder in der Schwangerschaft ist Kaffee nicht ratsam. Koffein spült Kalzium und Magnesium aus, doch kleine Mengen (1-3 Tassen täglich) schaden nicht, besonders mit Milch oder Sahne.

Geht es tatsächlich um Tee, Yerba Mate, Guarana-Tee oder Kaffee – welche Wahl ist die beste?

Sollte der regelmäßige Kaffeekonsum nicht die gewünschten Vorteile mit sich bringen und stattdessen zu übermäßiger Anregung sowie Konzentrationsschwierigkeiten oder Schlafstörungen führen, ist es ratsam, alternative Koffeinquellen in Betracht zu ziehen.
Laura Schneider

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