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Schlaganfall - ernährungsmedizinische Behandlung

Tim Klein

Tim Klein

2026-03-22
3 Min. Lesezeit
Schlaganfall - ernährungsmedizinische Behandlung
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Ein Schlaganfall ist ein plötzlicher Schaden an einem Organ, der sich in Form von Muskelschwäche, Verlust der Fähigkeit zu verstehen oder zu sprechen, Sehstörungen, Sensibilitätsstörungen und Bewusstseinsverlust bei einem hämorrhagischen Schlaganfall manifestiert.

Ätiologie des Schlaganfalls: zentrale Faktoren und pathophysiologische Mechanismen

Die primäre Ursache eines Schlaganfalls liegt in einer zerebrovaskulären Dysfunktion, bei der die genaue Lokalisation der Durchblutungsstörung die Art und Schwere der neurologischen Ausfälle bestimmt. Zu den häufigsten Auslösern zählen chronische arterielle Hypertonie, traumatische Schädel-Hirn-Verletzungen, die Ruptur eines zerebralen Aneurysmas sowie hämorrhagische Diathesen, die zu intrakraniellen Blutungen führen. Man unterscheidet zwei Hauptformen: den hämorrhagischen Schlaganfall, verursacht durch Austritt von Blut in das Hirngewebe, und den ischämischen Schlaganfall (Hirninfarkt), der auf einer Gefäßokklusion beruht. Als modifizierbare Risikofaktoren, die das Auftreten eines zerebrovaskulären Ereignisses begünstigen, gelten: Tabakkonsum, eine unausgewogene Ernährung mit hohem Anteil an gesättigten Fettsäuren und raffinierten Kohlenhydraten, pathologisches Übergewicht (inklusive Adipositas permagna), chronischer Alkoholkonsum sowie ein bewegungsarmer Lebensstil ohne regelmäßige körperliche Betätigung.

Ernährungstherapie nach Schlaganfall: von der Sondenernährung zur vollständigen oralen Kostaufnahme

Ein Schlaganfall geht häufig mit schwerwiegenden Funktionsstörungen einher, darunter Bewusstseinsverlust, Dysphagie (Schluckstörungen) und eine geschwächte Hustenreflexaktivität, was eine sichere orale Ernährung unmöglich macht. Schluckstörungen sind die Hauptursache für Mangelernährung bei Schlaganfallpatienten, weshalb die Implementierung eines individuell angepassten Ernährungsplans von entscheidender Bedeutung ist. Patienten im Koma oder mit schweren neurologischen Defiziten benötigen eine nasogastrale Sonde, über die flüssige Industrienahrung oder spezielle Nährstofflösungen mittels Spritze verabreicht werden. Die Kalorienzufuhr muss präzise berechnet werden, wobei Körpergewicht, metabolischer Zustand und der erhöhte Energiebedarf – bedingt durch verstärkte Atemarbeit, Schmerzen und Regenerationsprozesse – berücksichtigt werden müssen. Die optimale Makronährstoffverteilung umfasst 15–20 % der Energie aus Protein (5 % mehr als bei gesunden Personen), 25–30 % aus Fetten (mit Schwerpunkt auf ungesättigten Fettsäuren) sowie Kohlenhydrate zur Deckung des Restbedarfs. Das tägliche Volumen der flüssigen Mahlzeiten sollte 1500–2500 ml betragen, mit einer Energiedichte von 1 kcal/ml, um eine problemlose Sondenverabreichung zu ermöglichen. Empfohlen werden vier Portionen pro Tag in 3,5- bis 4-stündigen Abständen bei einer Temperatur nahe der Körpertemperatur (37°C). Bei neurologischer Besserung – Wiedererlangung des Bewusstseins, stabiler Atmung und ohne Aspirationsereignisse – kann auf orale Ernährung umgestellt werden, beginnend mit halbflüssigen Speisen (pürierte Suppen, Breie) und schrittweiser Einführung von weichen bis festen Konsistenzen. Die Ernährung sollte reich an Gemüse, Obst, Vollkornprodukten (Hirse, Buchweizen, Dinkel), hochwertigem Protein (Fisch, Geflügel, Eier) und Quellen ungesättigter Fettsäuren (Leinsamenöl, fettreicher Fisch) sein. Eine ausgewogene Ernährung beschleunigt die Rekonvaleszenz, fördert die Geweberegeneration und minimiert Komplikationsrisiken, was sie zu einem zentralen Baustein der post-Schlaganfall-Therapie in jeder Phase macht.

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