Sarkopenische Adipositas: Ein häufiges altersassoziiertes Syndrom mit Muskelabbau bei übermäßigem Fettgewebe
Die sarkopenische Adipositas repräsentiert einen komplexen pathophysiologischen Zustand, der im Rahmen des Alterungsprozesses auftritt und durch das paradoxe Zusammentreffen zweier gegensätzlicher Phänomene gekennzeichnet ist: einer progressiven Zunahme des Gesamtkörpergewichts – vornehmlich bedingt durch eine erhöhte Ansammlung von Fettgewebe – bei gleichzeitigem degenerativem Muskelabbau, der sich sowohl in einer Reduktion der fettfreien Muskelmasse als auch in einer verminderten funktionellen Leistungsfähigkeit äußert. Die Diagnosestellung dieses Syndroms basiert auf der Erfüllung präzise definierter Kriterien, zu denen ein Body-Mass-Index (BMI) von über 35 Kilogramm pro Quadratmeter, ein Körperfettanteil von mehr als 35 % der Gesamtkörpermasse, ein Fettgewebsindex von mindestens 9,5 kg/m² sowie ein Skelettmuskelmasseindex zählen, der unter dem Wert liegt, der zwei Standardabweichungen vom Mittelwert der Referenzpopulation im Alter von 18 bis 39 Jahren entspricht.