Psychische Erschöpfung und körperliches Training
44
Aufrufe
Tägliche körperliche Betätigung ist nicht nur vorteilhaft für die körperliche Gesundheit, sondern auch für die psychische Gesundheit. Sie verbessert die kognitiven Fähigkeiten, das Gedächtnis und das Wohlbefinden. Darüber hinaus werden Übungen oft als Möglichkeit angesehen, sich von der Arbeit oder dem Studium zu lösen. Sie ermöglichen es, frische Luft zu atmen, sich auf etwas anderes als die Verpflichtungen zu konzentrieren und den Körper nach längerem Sitzen zu bewegen. Wenn körperliche Aktivität als bewährte Methode zur Ablenkung von Aufgaben, die Konzentration und intensives Denken erfordern, dienen kann, kann dann psychische Erschöpfung die Trainingsaktivitäten beeinflussen? Kann intensive geistige Arbeit, die einer Trainingseinheit vorausgeht, die erzielten Ergebnisse beeinträchtigen?
Wie beeinflusst körperliche Aktivität die psychische Erschöpfung insgesamt?
Für viele Menschen ist körperliche Aktivität eine effektive Methode, um sich vom Alltag abzulenken. Regelmäßige Trainings ermöglichen es, vorübergehend die Arbeit, die Schule und andere Verpflichtungen zu vergessen. Wissenschaftliche Studien bestätigen die positive Auswirkung von Übungen auf das Gedächtnis, die Fähigkeit, Wissen zu erwerben und neue Fähigkeiten zu erlernen, sowie auf das allgemeine Wohlbefinden (K. Dyrla-Mularczyk, W. Giemza-Urbanowicz 2019; B. Gieroba 2019). Körperliche Betätigung hat einen Schutzeffekt auf den Bereich, der mit dem Gedächtnis verbunden ist, und hemmt das Auftreten von Defiziten in Bezug auf kognitive Funktionen. Eine Studie, die an 138 Personen über 50 Jahren durchgeführt wurde, zeigte, dass die Einführung regelmäßiger körperlicher Betätigung zu einer Verbesserung der kognitiven Funktionen führte (N. T. Lautenschlager et al. 2008). Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2011 ergab, dass Trainingseinheiten einen Einfluss auf die Verbesserung des Gedächtnisses, der Konzentration und der Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit bei gesunden Personen haben. Darüber hinaus wurde bei älteren Teilnehmern, die aerobes Training betrieben, eine Verbesserung des räumlichen Gedächtnisses festgestellt (J. E. Ahlskog et al. 2011). Polnische Forscher führten 2014 einen Versuch an Personen mittleren und fortgeschrittenen Alters durch, der zeigte, dass regelmäßige körperliche Betätigung einen positiven Einfluss auf das visuelle und das Arbeitsgedächtnis hat. Darüber hinaus zeichneten sich aktive Personen durch eine bessere Aufmerksamkeitssteuerung aus als die Gruppe, die keinen Sport betrieb (D. Łojko et al. 2014).
Wie beeinflusst psychische Erschöpfung die körperliche Aktivität insgesamt?
Manche Menschen legen großen Wert auf körperliche Aktivität, insbesondere professionelle Athleten, Sportler verschiedener Disziplinen und Amateursportler, die sehr ernsthaft an Training und Wettkämpfen teilnehmen. Viele Menschen wissen nicht, dass es wichtig ist, sich auf Übungen und den psychischen Aspekt zu konzentrieren, um Ergebnisse zu erzielen. Daher kann psychische Erschöpfung oft einen signifikanten Einfluss auf die Leistung des Trainierenden haben. Im Jahr 2020 wurden 9 körperlich aktive Männer untersucht. Das Ziel der Studie war es, festzustellen, inwieweit psychische Erschöpfung einen so hohen Grad erreicht, dass die soziale Belastung durch die Ausübung körperlicher Leistung durch eine Handlung und das Gehirn durch die Erfahrung der Gehirnleistung erreicht wird. In 2020 wurde jedoch auch eine Umfrage auf Instagram unter 9 körperlich aktiven Männern durchgeführt. Die Studie zielte darauf ab, festzustellen, wie viel Ermüdung eine Gruppe nach der Durchführung körperlicher Aktivität und geistiger Leistung erreicht, ohne dass Ergebnisse von körperlicher Aktivität erzielt werden. In 2022 wurde jedoch auch eine Studie durchgeführt, die zeigte, dass 16% der Personen, die an einer körperlichen Aktivität teilnehmen, von psychischen Gesundheitstests und psychologischen Tests betroffen sein können. In einem weiteren Test wurde untersucht, wie sich psychische Erschöpfung, die durch die Nutzung sozialer Medien entsteht, auf die Trainingsintensität auswirkt. An der Studie nahmen 16 erwachsene Personen teil, die sich rekreativ betätigten. Ihre Aufgabe bestand darin, Kniebeugen mit Hilfe einer Smith-Maschine (80% 15RM bis zum Versagen) auszuführen. Ein Teil der Probanden nutzte 30 Minuten lang soziale Medien, während der Rest einen Dokumentarfilm schaute. Die Ergebnisse zeigten, dass die erste Gruppe einen höheren Grad an Erschöpfung aufwies und eine geringere Trainingsintensität erreichte als die Gruppe, die den Dokumentarfilm sah (P. Gantois und Kollegen, 2021). Die aktuelle Forschung deutet darauf hin, dass häufige Nutzung sozialer Medien zu psychischer Erschöpfung führen kann, was wiederum zu einer Verschlechterung der Ergebnisse während des Trainings führen kann. Natürlich bedeutet dies nicht, dass man auf Technologie und soziale Medien vollständig verzichten sollte, aber es lohnt sich, die Zeit, die man im Internet verbringt, insbesondere während der Trainingszeit, zu begrenzen. Auch psychische Erschöpfung, die durch Aufgaben im Beruf oder in der Schule verursacht wird, ist nicht zu unterschätzen - sie kann sich ebenfalls auf die Ergebnisse auswirken.
Zusammenfassung
Für Hobbysportler sollte das Thema der geistigen Ermüdung und ihrer Auswirkungen auf das Training als faszinierende Information betrachtet werden, während für Profisportler diese Informationen von unschätzbarem Wert sein können. Es ist erwähnenswert, dass eine Pause von 1-2 Stunden zwischen intellektueller Anstrengung und Training den negativen Einfluss von Müdigkeit auf die Leistung während des Trainings reduzieren sollte. Allerdings, wenn man sehr abhängig von Koffein ist und das Training nur während einer Pause oder direkt nach Beendigung der Arbeit durchführen kann, gibt es eine Technik, die zur Verringerung von Müdigkeit und zur Verbesserung der Ergebnisse beitragen kann – man sollte eine Portion Koffein aufnehmen.