Pflanzen für die Nieren... Auflösen von Nierensteinen mit Hilfe von Pflanzen
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Auf unseren Weiden, Feldern und Buschlandschaften finden sich verschiedene Sorten von Pflanzen, deren Rohstoffe in der Behandlung von Problemen im Zusammenhang mit dem Harnsystem verwendet werden. Einige von ihnen haben eine harntreibende Wirkung und ermöglichen die Entfernung von giftigen Stoffwechselprodukten aus dem Körper, während andere die Harnwege reinigen. Das leicht abgeschwächte Wirken der natürlichen Mittel ermöglicht ihre längere Anwendung (mit gewissen Einschränkungen) im Vergleich zu synthetischen Arzneimitteln.
Pflanzen zur Unterstützung der Nierenfunktion
Die Vielfalt der aktiven Inhaltsstoffe in pflanzlichen Rohstoffen (Tabelle 1) ermöglicht deren Einsatz als unterstützende Therapie bei Erkrankungen des Harnsystems. Hierfür kommen Kräuter mit harntreibender und antibakterieller Wirkung zum Einsatz, was eine längere Behandlungsdauer mit diesen Rohstoffen sowie die Ergänzung bestimmter Vitamine und Mineralstoffe erfordert. Unter den zahlreichen Heilpflanzen sind vor allem Waldmeister (Asperula odorata), Kletten-Labkraut (Galium aparine), Heidekraut (Erica) und Maisfasern (Zea mays) hervorzuheben. Obwohl Brennnessel (Urtica) oft als lästiges Unkraut gilt, werden ihre heilenden Eigenschaften seit langem genutzt. Therapeutisch werden Brennnesselblätter und das Kraut verwendet, die als Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel oder frische Blätter erhältlich sind. Die Pflanze wirkt harntreibend, entgiftend und stärkt den Körper. Eine weitere Unterstützung für das Harnsystem bieten Maisfasern, die aufgrund ihrer antioxidativen, entzündungshemmenden, antikamischen und entspannenden Eigenschaften die Bildung von Nierensteinen verhindern. Schachtelhalm (Equisetum), reich an Flavonoiden sowie Kalium- und Siliziumsalzen, wird bei der Behandlung von Harnwegsinfekten, Nierensteinen und leichten Entzündungen eingesetzt. Zu beachten ist jedoch, dass das im Schachtelhalm enthaltene Enzym Tiaminase sich im Blut anreichert und zu einem Vitamin-B1-Mangel führt. Daher ist es ratsam, während einer Schachtelhalm-Behandlung die Ernährung mit vitamin-B1-reichen Produkten zu ergänzen. Weitere harntreibende Kräuter sind Birkenknospen und Birkenblätter, die entwässernd, stärkend und die Bildung von Nieren- und Blasensteinen verhindernd wirken.
Auflösung von Nierensteinen mit pflanzlichen Mitteln
Ein heftiger, plötzlich auftretender Schmerz im unteren Rückenbereich, der sich bis in die Leistengegend, die Geschlechtsorgane und die Innenseiten der Oberschenkel ausbreitet, ist ein typisches Anzeichen für Nierensteine - eine der häufigsten Erkrankungen des Harnsystems. Neben pharmazeutischen Präparaten spielten in der Vergangenheit auch Heilpflanzen eine wichtige Rolle bei der Behandlung dieser Erkrankung. In seinem Lehrbuch zur Phytotherapie [2] betont Vater Klimuszko, dass "Nierensteine deutlich leichter aufzulösen und aus dem Körper auszuleiten sind als Gallensteine". Zudem beschreibt er verschiedene Anwendungsmöglichkeiten von Kräutermischungen bei der Behandlung von Nierensteinen.
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